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Eine Kerze im Gedenken an einen Verstorbenen
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Salzkotten

Zwei Geriatrie-Patienten im Salzkottener Krankenhaus an Corona verstorben

Dienstag, 7. April 2020 von NR Redaktion

„Mit großer Betroffenheit müssen wir mitteilen, dass zwei der Patienten mit Corona-Infektion in der Geriatrie des St. Josefs-Krankenhauses inzwischen verstorben sind“, informiert Dr. Martin Baur, Ärztlicher Direktor und Vorsitzender der Hygienekommission der St. Vincenz-Krankenhaus GmbH, Anfang der Woche.

„Unser tiefes Mitgefühl gilt den Familien, denen wir unser aufrichtiges Beileid ausgesprochen haben.“ Der Zustand der Betroffenen habe sich über das Wochenende in kurzer Zeit stark verschlechtert, erklärt Prof. Dr. Jobst Greeve, Chefarzt der Medizinischen Klinik. Zwei weitere Patienten seien inzwischen ebenfalls sehr kritisch erkrankt.

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Anfang vergangener Woche war es auf der geriatrischen Station des St. Josefs-Krankenhauses zu einem Corona-Ausbruch gekommen. Zunächst waren acht Patienten und 14 Mitarbeiter in Salzkotten positiv auf das Virus getestet worden. Inzwischen liegen alle noch ausstehenden Testergebnisse vor: drei weitere Patienten und zwei weitere Mitarbeiter haben sich ebenfalls infiziert.

„Wir sind sehr froh, dass die Medizinische Klinik bis auf diese vergleichsweise geringe Zahl nicht stärker betroffen ist“, betont Prof. Dr. Greeve. „Wir führen dies auf die strikten Isolationsmaßnahmen zurück, die wir sofort ergriffen haben“, ergänzt Dr. Baur.

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Dennoch läge aufgrund der Umstände eine tiefe Trauer über dieser an sich guten Nachricht, fügte er hinzu. „Eine Geriatrie ist eine Spezialstation für hochbetagte Patienten, die häufig an verschiedenen an Grunderkrankungen (gleichzeitig) leiden. Ein Corona-Ausbruch in einem solchen Bereich ist – ebenso wie in einem Altenpflegeheim – eines der unglücklichsten Szenarien überhaupt“, erklärt der Mediziner. Auch weiterhin sei die geriatrische Station für Neuaufnahmen gesperrt.

Die Klinik für Innere Medizin und auch die Notaufnahme sind ab sofort jedoch wieder geöffnet. Dies sei in enger Abstimmung mit den Krankenhaushygienikern entschieden worden. Auch das Gesundheitsamt sei darüber informiert worden.

„Wir sind vorsichtig optimistisch, dass sich aufgrund des Ausbruchs in der Geriatrie nun keine weiteren Menschen mehr angesteckt haben. Für die Patienten in den anderen Abteilungen des Krankenhauses besteht keine Gefahr aufgrund der Situation in der Geriatrie. Diese bliebe für die nächsten zwei Wochen streng isoliert. Ein Austausch der Mitarbeiter mit anderen Bereichen des Krankenhauses fände auch weiterhin nicht statt.

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