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Ein bei der Zoll-Kontrolle sichergestellter Kaminofen mit Schmuggel-Zigaretten
NR-Land

Zöllner ertappen LKW-Fahrer mit mehr als 100.000 Schmuggel-Zigaretten an Bord

Montag, 22. Juni 2020 von NR Redaktion

Beamtender Zoll-Kontrolleinheit Anröchte ist ein großer Schlag gegen den organisierten Schmuggel mit Zigaretten gelungen. Wie das Zollamt Bielefeld erst jetzt mitteilte, gelang es Beamten am Dienstag, 16. Juni, einen Transporter mit polnischen Kennzeichen kontrollieren und erfolgreich zu überführen.

Der polnische Fahrer erklärte, auf dem Weg von Polen in die Niederlande zu sein. Seine Angaben konnte er durch entsprechende Lieferdokumente belegen. Die Frage nach mitgeführten verbotenen Gegenständen, wie Waffen, Drogen oder verbrauchssteuerpflichtigen Waren, insbesondere Alkohol und Tabakwaren, verneinte er.

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Dennoch wurde das Fahrzeug genauer unter die Lupe genommen. Bei der Ladeflächenkontrolle stellten die Zöllner zwei zusätzliche Paletten fest. Die eine war mit 15 Rollen Glaswolle, die andere mit vier Kaminöfen bepackt. Darauf angesprochen, händigte der Fahrer weitere Dokumente aus, nach denen diese Sendungen für England bestimmt waren.

Beim Abklopfen der Kaminwände wurden die Zöllner hellhörig. Die offensichtlich baugleichen Öfen klangen jeweils unterschiedlich. Daraufhin entschloss man sich, eine Seitenwand zu durchbohren, um einen Einblick in das Kamininnere zu erhalten. Bereits am her-ausgezogenen Bohrer entdeckten die Beamten Tabakreste, sodass die gesamte Ladung zu einer Fachfirma gebracht wurde, um sie dort genauer zu untersuchen.

Zwischen Brennraum und Außenwand waren in zwei Kaminen tatsächlich Zigaretten versteckt. Insgesamt konnten über 108.000 Stück Zigaretten mit weißrussischer Steuerbanderole sichergestellt werden. Das Zollfahndungsamt Hannover, Dienstsitz Bielefeld, führt die Ermittlungen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Bielefeld.

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