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Feuer Riemekestrasse Paderborn
Foto: Feuerwehr Paderborn
In der Erdgeschosswohnung waren Terrassenmöbel in Brand geraten.
Umland (Raum Paderborn)

Wohnhaus in Paderborn wird Raub der Flammen

Montag, 10. Mai 2021 von NR Redaktion

In einem Mehrfamilienhaus in Paderborn sind am Samstag-Abend, 8. Mai, gegen 20 Uhr, aus bislang ungeklärter Ursache auf der Terrasse einer Erdgeschosswohnung Terrassenmöbel in Brand geraten. Das Feuer griff in kürzester Zeit auf weitere Gartenmöbel und einen angrenzenden Gartenzaun über.

Durch die große Hitzeentwicklung platzten im Erdgeschoss, sowie im ersten und zweiten Obergeschoss Fensterscheiben, so dass sich der Brandrauch in weite Bereiche des Mehrfamilienhauses ausbreiten konnte. Durch einen vorherrschenden Kamineffekt entzündete sich die Dachtraufe oberhalb des zweiten Obergeschosses.

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Bei Eintreffen der Feuerwehr hatte das Feuer auf der Gebäuderückseite bereits auf den Dachstuhl übergegriffen.

An der Einsatzstelle wurden umgehend zwei Einsatzabschnitte gebildet. Im ersten Einsatzabschnitt auf der Gebäuderückseite wurde der hauptamtliche Löschzug der Feuerwache Süd mit einer Drehleiter und einem Hilfeleistungs-Löschfahrzeug zur Brandbekämpfung eingesetzt.

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Unterstützt wurden die hauptamtlichen Einsatzkräfte durch die Einheit Stadtmitte, die ebenfalls mit zwei Hilfeleistungslöschfahrzeugen zur Einsatzstelle ausgerückt war. Unter Umluft unabhängigen Atemschutz wurden zwei Strahlrohre, eins davon über die Drehleiter, zur Brandbekämpfung eingesetzt.

Im weiteren Einsatzverlauf mussten große Teile der Dacheindeckung entfernt und mit einer Wärmebildkamera kontrolliert werden. Im Dachbereich konnten mehrere Glutnester entdeckt werden, die gezielt aus dem Rettungskorb der Drehleiter abgelöscht wurden.

Im zweiten Einsatzabschnitt auf der Gebäudevorderseite wurde der hauptamtliche Löschzug der Feuerwache Nord eingesetzt. Dieser kontrollierte den stark verrauchten Treppenraum und im Anschluss die insgesamt 12 Wohneinheiten auf Personen, die möglicherweise vom Rauch eingeschlossen waren. Dazu mussten die Wohnungstüren zum Teil gewaltsam geöffnet werden. Glücklicherweise hatten alle Hausbewohner das Gebäude bereits vor Eintreffen der Feuerwehr verlassen. Die hauptamtlichen Einsatzkräfte der Feuer- und Rettungswache Nord wurden von den Einsatzkräften der ehrenamtlichen Einheit Stadtheide unterstützt.

Die Bewohner der Erdgeschosswohnung wurden durch die Besatzungen von zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug untersucht. Diese Personen benötigten keine weitere medizinische Versorgung. Insgesamt wurden 16 Personen gesichtet. Die Personen wurden zwischenzeitlich durch einen alarmierten Notfallseelsorger im Feuerwehrbus betreut.

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Die Einsatzstelle wurde bereits während der Einsatzmaßnahmen der Feuerwehr durch die Polizei beschlagnahmt. Da die zwölf Wohneinheiten zurzeit nicht mehr bewohnt werden können, wurde das Ordnungsamt der Stadt Paderborn zur Unterbringung von Betroffenen hinzugezogen. Die meisten Bewohner des Gebäudes konnten bei Freunden und Bekannten unterkommen. Einige von ihnen sind durch das Ordnungsamt in einem Paderborner Hotel untergebracht worden.

Insgesamt waren zu diesem Einsatz, der rund fünf Stunden dauerte, ca. 50 Einsatzkräfte ausgerückt. Die Feuerwehr Paderborn war mit fünf Hilfeleistungs-Löschfahrzeugen, zwei Drehleitern, einem Einsatzleitwagen mit dem Einsatzführungsdienst der Stufe C, einem Kommandowagen mit dem Leiter der Feuerwehr, einem Kleineinsatzfahrzeug, einem Feuerwehrbus, sowie zwei Rettungswagen und einem Notarzteinsatzfahrzeug vor Ort.

Die verwaisten Feuer- und Rettungswachen wurden während der Einsatzmaßnahmen durch die ehrenamtlichen Einheiten Marienloh und Wewer besetzt. Durch den länger andauernden Einsatz der beiden hauptamtlichen Drehleitern wurde die dritte Drehleiter der Feuerwehr Paderborn aus Schloß Neuhaus zur Feuer- und Rettungswache Nord verlegt.

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