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Foto: Franz Purucker
Sieht imposant aus: Die Ladestation des niederländischen Anbieters Fastned an der Raststätte Paderborn Mönkeloh.
Thema der Woche

Wo im NR-Land Ladesäulen für Elektroautos stehen

Samstag, 22. Februar 2020 von Franz Purucker

Vorfahren, tanken und an der Kasse bezahlen. Den letzten Schritt gibt es beim Elektroauto-Laden nicht. Die Standardladung fast aller E-Fahrzeuge ist der Typ2-Stecker. Bezahlt wird immer bargeldlos über eine App oder Ladekarte.

Was das Laden kostet, ist von der genutzten App oder dem Lieferanten des Ladestroms abhängig. Allein im NR-Land gibt es mehr als sieben verschiedene Ladesäulenanbieter. Besonderes Privileg für E-Autofahrer: Das Parken an Ladesäulen ist immer kostenlos.

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Plugsurfing

Die mit Abstand meisten Ladesäulen im NR-Land gehören dem Verband Plug-surfing an. Dahinter steckt eine mobile App, in der eine Kreditkarte oder der Bezahldienst Paypal hinterlegt wird. Der Preis variiert je nach Ladesäule. Bestellbar ist auch ein Schlüssel zum Starten der Ladesäulen.

Übersichtskarte mit Ladesäulen in der Region. Karte: Franz Purucker

 Innogy

Die Tochter des Energieriesen RWE, die inzwischen zu E.On gehört, betreibt einen der größten Ladeverbünde Deutschlands. Das Laden ist auch über die Plugsurfing-App möglich, aber mit 1,1 Cent je Minute plus 46 Cent je kWh sehr teuer.Über die App von Innogy mit den Namen „eCharge“ kostet das Laden 39 Cent pro kWh. Günstiger ist ein Vertrag mit einem Ladekartenanbieter wie Einfachstromladen oder der app Getcharge (siehe Artikel unten).

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Vorteil: In den Apps lässt sich sehen, ob eine Ladesäule gerade belegt ist. 

Es gibt auch eine kostenlos nutzbare Innogy-Ladesäule in der Region, und zwar vorm Rathaus von Bad Westernkotten.

Verteilnetzbetreiber

Der lokale Stromverteilnetzbetreiber Westfalen Weser-Netz betreibt im NR-Land Ladesäulen, die sich über Plugsurfing für 38 bis 39 Cent je kWh nutzen lassen. Auch hier ist die Nutzung mit Ladekarten und Apps günstiger. Es funktionieren teilweise GetCharge und EnBW.

Außerdem gibt es zwei Säulen vom ehemaligen Verteilnetzbetreiber E-ON:

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ENBW

Der Energieversorger ENBW betreibt eines der größeren Ladenetze in Deutschland. Die einzige Ladesäule in der Region steht am Burger King in Delbrück. Die Besonderheit: Hier können Fahrzeuge mit einem CCS-Schnellladesystem laden. ENBW gibt eigene Ladekarten heraus, nutzbar sind aber auch Einfachstromladen und  Getcharge (s.u.).

New Motion

Hinter dem Verbund steckt die Tankstellenkette Shell, die deutschlandweit mehrere Ladesäulen betreibt. Auch hier funktioniert die Plugsurfing-App, ist aber mit 37 Cent sehr teuer. Günstiger sind Ladekarten und Apps wie EnBW und eine von Shell selbst herausgegebene Karte. Die einzige NewMotion-Säule in der Region steht am Mitsubishi Autohaus Bonefeld in Bad Wünnenberg.

Fastned

Die Ladestationen des niederländischen Anbieters zeichnen sich durch ein besonderes Design aus (siehe Foto oben). In der Region gibt es davon nur eine an der Autobahnraststätte Paderborn Mönkeloh.  Der Fokus liegt auf CCS-Schnellladesäulen und Chademo (Schnelladesystem von ostasiatischen Fahrzeugen wie Mitsubishi, Kia und Hyundai), es sind aber auch klassische Typ2-Ladungen möglich. Das Laden ohne Anmeldung ist mit 59 Cent je Kilowattstunde teuer, mit vielen Ladekarten geht das kostengünstiger. Es funktionieren Einfachstromladen, Getcharge und eigene Karten.

Andere

Lebensmittelhändler wie der Marktkauf in Büren sowie der Lidl in Schloß Neuhaus und Borchen bieten kostenfreies Laden als Kundenservice an. Dazu wird einfach das Ladekabel eingesteckt und die Ladung beginnt. Bei der Tischlerei Rasche in Ostenland wird um eine kleine Spende gebeten.

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Autohäuser wie KIA Köchling in Büren und Nissan Simon in Paderborn geben ihre CCS- und Chademo-Schnellladesäulen für ihre Kunden frei, genauso wie VW Niggemeier seine Typ2-Säule in Salzkotten.

Tesla

An den Ladesäulen können wegen eines besonderes Kabels nur Teslas laden. Bei den meisten ist eine lebenslange Lade-Flatrate oder zumindest ein bestimmtes Inklusivkontingent dabei, sonst kostet es 33 Cent je kWh.

NR-Redakteur Franz Purucker hat diese vier Ladekarten in seinem Portemonnaie.
Foto: Marion Heier

Ladekarte bestimmt den Preis

EnviaM: Die Ladekarte des sächsischen Anbieters EnviaM bietet das laden an Innogy-Ladesäulen für 30 Cent pro kWh an. Anders als bei vielen Mitbewerbern, fällt kein Monatsgrundpreis an.

EnBW: Der Energieversorger aus Baden-Württemberg berechnet 39 Cent pro kWh und an Schnellladesäulen 49 Cent pro kWh. EnBW-Kunden und ADAC-Mitglieder erhalten 10 Cent Rabatt pro kWh. Letztere erhalten außerdem einmalig 15 Euro Startguthaben.

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EinfachStromLaden: Hinter dem Angebot steckt der Stromanbieter Maingau Energie. Die Ladung kostet 35 Cent je kWh, Haushaltsstromkunden erhalten 10 Cent Rabatt.

Getcharge: Hinter dem Angebot steckt die Telekom, nutzbar ist das System  aber auch für Nicht-Kunden. Das Laden an Partner-Säulen ist mit 29 Cent je kWh (Schnellladen: 39 Cent je kWh) sehr günstig, bei „sonstigen Ladestellen“ zahlt man mit 89 Cent je kWh aber einen sehr hohen Preis.

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