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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Viel zu schnell raste der Fahrer eines BMW M5 auf der Detmolder Straße in Paderborn stadtauswärts.
Salzkotten

Wieder stoppt die Polizei protzende Raser – auch Beamte aus Salzkotten beteiligt

Dienstag, 2. März 2021 von NR Redaktion

Beamte der Kreispolizeibehörde Paderborn aus Salzkotten führten am Freitag einen Sondereinsatz zur Bekämpfung von verbotenen Kraftfahrzeugrennen durch. Mehrere Fahrzeuge, die alle augenscheinlich der Tuningszene zuzuordnen waren, versammelten sich zunächst auf den szenetypischen Treffpunkten und auf diversen Gewerbeflächen der Detmolder Straße in Paderborn mit etwa 60 Fahrzeugen.

Eine Zivilstreife wurde um 22:30 Uhr auf einen 22-jährigen Fahrer eines BMW M5 aufmerksam, der auf der Detmolder Straße unterwegs war. Das 600 PS starke Fahrzeug beschleunigte aus geringerer Geschwindigkeit bis kurzzeitig auf etwa 50-70 Stundenkilometer.

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Unmittelbar hierauf waren etwa fünf bis acht explosionsartige Knallgeräusche der Abgasanlage, so genanntes Schubknallen zu hören, was durch Staunen und Zujubeln der „Zuschauer“ bestätigt wurde.

Der BMW wurde unter Hinzuziehung weiterer Kräfte aufgrund des Verdachts der technischen Manipulation zur Erstellung eines Sachverständigengutachtens sichergestellt. Ein Ordnungswidrigkeitenverfahren wurde eingeleitet.

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Gegen Mitternacht fiel einer Zivilstreife ein Audi S7 dadurch auf, dass dessen 28-jähriger Fahrer mit seinem 24-jährigen Beifahrer auf der Detmolder Straße in Fahrtrichtung stadtauswärts auf etwa 90 Stundenkilometer beschleunigte. Zudem erschien die Abgasanlage auffällig laut. Daraufhin hielten die Polizeibeamten das Fahrzeug an und kontrollierten die Personen.

Bei der Kontrolle verhielten sich die beiden Männer unkooperativ und machten den Eindruck, als wollten sie unter jeden Umständen eine Überprüfung des Innenraums vermeiden. Das Gesamtverhalten erweckte den Eindruck, die polizeilichen Maßnahmen in Frage zu stellen und strafrechtsrelevante Tatsachen verschleiern zu wollen.

Nachdem Verstärkungskräfte hinzugezogen worden waren, wurde der Audi nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft durch die Polizeibeamten durchsucht. Im verschlossenen Handschuhfach – der Schlüssel wurde versteckt im Fahrzeuginneren gefunden – hatte der erwerbslose Beschuldigte einen mittleren vierstelligen Bargeldbetrag im Handschuhfach eingeschlossen.

Auch der Beifahrer, der ohne Einkommen ist, führte einen vierstelligen Bargeldbetrag bei sich. Weiterhin befanden sich zahlreiche Gegenstände und mehrere Mobiltelefone in dem hochpreisigen Fahrzeug der Oberklasse, insbesondere im Kofferraum. Eine Durchsuchung vor Ort bei Dunkelheit war jedoch nicht umfassend möglich.

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Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden das Bargeld, der Audi S7 mit dem Ziel weiterer Überprüfungen und Ermittlungen sowie die Mobiltelefone sichergestellt.

Ein Strafverfahren wegen des Verdachts des Sozialleistungsbetruges wurde eingeleitet.

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