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Foto: SC Paderborn 07
Der Bürener Nachwuchssportler Justus Henke (zweiter von links) ist nun offizieller Spieler des SC Paderborn 07 - hier bei seinem ersten Spiel. Zunächst kickte er im Kindergartenalter in Büren, wechselte dann nach Delbrück und ist jetzt bei den Profis angekommen.
Thema der Woche

Wie gelingt der Schritt vom Hobby- zum Profisport

Samstag, 21. August 2021 von Franz Purucker

Justus Henke ist das gelungen, wo von viele träumen: sein Hobby Fußball zum Beruf zu machen. Seit Sommer dieses Jahres ist der 20-Jährige, der in Büren wohnt, Teil der Profifußballmannschaft des SC Paderborn 07.

Der Weg dorthin ist lang: Vor zwei Jahren legte Henke am Mauritiusgymnasium in Büren sein Abitur ab. Mit dem Fußball begann der Nachwuchssportler im Alter von fünf Jahren bei einem Bürener Sportverein. Sein Talent fiel auf – mit zehn Jahren gelang der Wechsel nach Delbrück, zwei Jahre kam das erste Trainingsangebot aus Paderborn. „Ich bin in der ganzen Schulzeit regelmäßig nach Delbrück oder Paderborn gependelt, um Fußball zu spielen“, sagt Henke zurückblickend.

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Zum Erfolg gehört auch eine Portion Glück

In der U21-Mannschaft des SC Paderborn 07 gibt es zum ersten Mal etwas Geld. „Von der Kreisjugend zum professionellen Herrenfußball ist es ein enormer Schritt. Um dahin zu kommen, musst du dich abheben und es gehört eine Portion Glück dazu“, so der 20-Jährige. 

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Der SC Paderborn 07 suchte einen Innenverteidiger – genau die Position von Justus Henke.   Nun ist Fußball für ihn ein bezahlter Vollzeit-Job. Neben zahlreichen Trainingslagern und Testspielen stand der Nachwuchskicker bereits bei einem Spiel auf dem Platz. 

„Justus hat sich sehr gut entwickelt und in den Trainingseinheiten sowie im Trainingslager sein Potenzial angedeutet. Bei der Integration in unseren Profikader kommt ihm die sehr gute Ausbildung in unserem Nachwuchsleistungszentrum zugute“, sagt Fabian Wohlgemuth. Gemeinsam wolle man das vorhandene Talent nun auf hohem Niveau weiterentwickeln, so der Geschäftsführer Sport beim SCP.

Das tägliche Training in Paderborn beginnt 10.30 Uhr, vorher gibt es ein gemeinsames Frühstück mit der Mannschaft und erste Trainingseinheiten im Kraftraum. Je nach Trainingsintervall ist er entweder 14 oder 17 Uhr zu Hause in Büren.

Dort geht es dann ans Büffeln. Seit 2020 studiert Justus Henke Wirtschaftswissenschaft an der Universität Paderborn, bezog zeitweise auch eine Wohnung in der Paderstadt. „Mit Corona fielen Seminare und Vorlesungen aus oder finden digital statt. Deshalb wohne ich nun wieder in Büren.“  Die Situation kommt ihm entgegen: „So kann ich mir das Vorlesungsvideo auch irgendwann am Abend anschauen. Mal schauen, wie das im neuen Semester wird.“

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Seine Zukunft sieht er im Sport: „Ich habe keine Leidenschaft für ein Studienfach, sondern eigentlich nur für Fußball. Vielleicht geht es letztlich in Richtung Sportökonomie.“ 

Das Studium ist ihm trotzdem wichtig, um „etwas in der Tasche zu haben“, wie er sagt. Sein Vertrag beim SC Paderborn 07 läuft zunächst zwei Jahre – eine Befristung, die üblich ist. Justus Henke hofft natürlich auf eine Verlängerung. Sollte das nicht klappen, wird der Bürener vorerst wieder zum Vollzeitstudenten.

Justus Henke ist nicht der einzige Profi-Sportler aus der Region. Im „Thema der Woche“ auf der nächsten Seite stellen wir mit Fußballerin Leah Blome und Rennradfahrer Patrick Dören aus Bad Wünnenberg, Tischtennis-Ass Melinda Maiwald aus Büren, Leichathletin Malin Rose und Sperrwurf-Profi Romi Griese aus Salzkotten und Henrick Dicke aus Geseke weitere Nachwuchssportler aus der Region vor, die es in die überregionale Wettkämpfe geschafft haben und dort überaus erfolgreich sind.

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