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Impfstoff von AstraZeneca
Foto: Tim Reckmann (CC-BY-NC 3.0)
Die Impfungen sind nach mehreren Fällen von Sinusvenen-Thrombosen gestoppt worden.
NR-Land

Wie geht es nach dem Impfstopp mit AstraZeneca in den Impfzentren der Region weiter?

Mittwoch, 31. März 2021 von Franz Purucker

Die Meldung kam am Dienstagnachmittag: Die Impfung mit dem Vacazin des britisch-schwedischen Hersteller AstraZeneca wird für alle Unter-60-Jährigen sofort gestoppt. Hintergrund sind mehrere Fälle von Sinusvenen-Thrombose. Aber wie geht es nun weiter? Was ist mit denjenigen, die bereits Termine vereinbart haben?

Im Kreis Soest werden die mit diesem Vakzin für die nächsten Tage vereinbarten Termine wie vorgesehen stattfinden, teilt der Kreis Soest mit. Verimpft wird statt AstraZeneca dann der Impfstoff von BioNTech. Das hat jedoch Folgen für andere Impfgruppen. So wird die Terminvergabe an chronisch erkrankte Menschen gestoppt.

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Die noch rund 800 übrigen Dosen aus dem Sonderkontingent BionTech von gut 2.800 Dosen müssten genutzt werden, um die schon früher vereinbarten Termine abzufedern.

Den selben Weg geht auch das Paderborner Impfzentrum in Salzkotten: „Wir bieten allen unter 60-Jährigen, die am Mittwoch, 31. März, einen Impftermin haben, den Impfstoff der Unternehmen BioNTech/Pfizer an“, erklärt der medizinische Leiter des Impfzentrums, Dr. Gregor Haunerland. Wie es danach weitergeht, teilte der Kreis noch nicht mit.

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Wer bereits eine Erstimpfung mit AstraZeneca erhalten hat, kann sich auf eigenes Risiko auch die Zweitimpfung in einer niedergelassenen Praxis spritzen lassen, teilte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Dienstagabend mit. Es besteht aber auch die Möglichkeit auf die Empfehlung der ständigen Impfkommission zu warten.

Das Paul-Ehrlich-Institut berichtet, dass bis Montag insgesamt 31 Fälle einer Sinusvenen-Thrombose im Hirn in zeitlicher Nähe zur Astrazeneca-Impfung bekannt geworden sind. Neun Menschen starben. Betroffen waren fast ausschließlich jüngere Frauen.

Trotz des Rückschlages hält die Bundesregierung an ihrem Versprechen fest, bis Ende des Sommers jedem Bundesbürger ein Impfangebot zu machen. Bundeskanzlerin Angela Merkel könnte sich mit ihren 66 Jahren weiterhin mit AstraZeneca impfen lassen. Auf der Pressekonferenz stellte sie klar, dass sie dies auch tun wird, sobald sie an der Reihe ist.

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