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Foto: cpd
Schwester Annie (Mitte) unterstützt mit ihren Helferinnen und Helfern Arme, Alte und Kranke in Aleppo und Damaskus.
Bad Wünnenberg

Wie ein junger Mann radelnd Menschen in Syrien hilft

Samstag, 9. Januar 2021 von Heike Tebbe

Als die meisten Menschen die Feiertage auf dem Sofa und am Esstisch verarbeiteten, setzte sich David Loer aufs Rad und trampelte los. Insgesamt 601 Kilometer legte er zwischen Weihnachten und Neujahr zurück – und sammelte damit 1.600 Euro für Menschen, denen es weniger gut geht.

Eigentlich war es eine Rad-Challenge eines Sportartikelherstellers, an der David Loer teilnehmen wollte. Doch dann wurde mehr daraus: Der 24-jährige Student hatte die Idee, Sport mit Spende zu verknüpfen. 30 Verwandte und Freunde sagten dem jungen Bad Wünnenberger pro Kilometer 2,50 Euro an Spenden für notleidende Menschen in Syrien zu. Für den 24-jährigen Studenten ein zusätzlicher Anreiz, sich trotz des kalten Wetters aufs Rennrad zu setzen und in den acht Tagen insgesamt 601 Kilometer zu fahren. 

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„Seit einem Jahrzehnt herrschen Krieg, Verfolgung, Hunger und Krankheit in Syrien. Die Menschen leiden schrecklich“, erklärt David Loer seinen Einsatz. Konkret möchte er den Betrag, der von seinen Spendern auf genau 1.600 Euro aufgerundet wurden, Schwester Annie Demerjian zur Verfügung stellen, deren Hilfsaktionen in Aleppo und Damaskus seit 2015 vom Diözesan-Caritasverband Paderborn unterstützt werden. 

Gemeinsam mit ihren ehrenamtlichen Helfern hilft Schwester Annie zahlreichen bedürftigen Familien sowie alten und kranken Menschen im vom Krieg hart getroffenen Aleppo mit Medikamenten, Gutscheinen für Lebensmittel und Strom sowie Kleidung. Die Kleidung wird direkt vor Ort in einem eigenen kleinen Schneiderbetrieb produziert, der vielen Menschen zusätzlich eine Arbeitsmöglichkeit verschafft. 

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„Corona hat aber natürlich auch die Arbeit von Schwester Annie zusätzlich erheblich beeinträchtigt und Hilfe ist daher umso dringlicher“, sagt Dr. Daniel Friedenburg, Referent für Auslandshilfe beim Diözesan-Caritasverband Paderborn.

Vor nunmehr gut einem Jahr hat Schwester Annie darüber hinaus in Damaskus ein „Musik und Kunst- Zentrum“ für Kinder ins Leben gerufen, um dort einen Beitrag zur Trauma-Bewältigung von kriegsgeschädigten Kindern und ihren Eltern leisten zu können. Während den Kindern mit Hilfe von Musik und Kunst ein wenig Freude geschenkt werden kann, haben die Eltern Gelegenheit sich über Ihre traumatischen Erlebnisse untereinander und mit den Ordensschwestern auszutauschen. „Schwester Annie und ihre Helferinnen und Helfer schenken den Menschen in Syrien Hoffnung“, ist David Loer überzeugt.

• Weitere Spenden für die Hilfsprojekte von Schwester Annie in Syrien können überwiesen werden auf das Konto des Caritasverbandes für das Erzbistum Paderborn, IBAN: DE54 4726 0307 0000 00 4300 (BIC: GENODEM1BKC), Stichwort: Hilfe für Syrien



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