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Mit solchen Steinen machen Bürger in vielen Städten manchen Gartenbesitzer auf die Verschotterung aufmerksam.
Thema der Woche

Wie die Städte versuchen den Stein- und Schottergärten Herr zu werden

Samstag, 22. Mai 2021 von Franz Purucker

Steingärten werden auch im NR-Land als Alternative zu pflegeintensiven Blumenbeeten oder Rasenflächen immer beliebter. Denn: Einmal angelegt bieten sie über viele Jahre Ruhe und sparen Geld – soweit zumindest die Vorstellung vieler Vorgarteninhaber.

Um einen Schottergarten anzulegen, muss zunächst der Mutterboden abgetragen und ein oft wasserdichtes Vlies darunter gelegt werden. Darauf wird das steinerne Material gefüllt. Schon allein das kann teuer werden.
Ziel ist es, dass Wachsen von Unkräutern unter dem Vlies zu verhindern. „Damit einher geht oftmals die Zerstörung ehemals artenreicher Vorgärten“, sagt Dr. Heide Naderer, Vorsitzende der Umweltorganisation Nabu in NRW, die die Flächen auch als „Gärten des Grauens“ bezeichnet.

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„Derart versiegelte Flächen sind aus ökologischer Sicht völlig wertlos. Sie beschleunigen nicht nur das Insektensterben im Siedlungsraum, sondern wirken sich auch insgesamt negativ auf den Artenreichtum aus“, erklärt Holger Sticht, Landeschef der Umweltschutzorganisation Bund. Im städtischen Bereich wirkt sich das Ersetzen von Pflanzflächen durch Steine in den Sommermonaten so negativ aus, dass es praktisch gar nicht mehr abkühlt.
Wenn auf den Flächen etwas gepflanzt wird, dann häufig Neophyten, die sich außerhalb des Gartens ausbreiten und die heimischen Pflanzen verdrängen.

Zwei Kommunen im NR-Land diskutieren Förderprogramme

Baden Württemberg hat als erstes Bundesland im Landesnaturschutzgesetz das Anlegen von Steingärten verboten.
Zwar kommen keine neuen Steingärten dazu, aber was ist mit bestehenden versteinerten Vorgärten? Das Umweltministerium ist der Ansicht, dass Schottergärten rückwirkend bis zum Jahr 1995 verboten sind, während das Bauministerium Bestandsschutz sieht.

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Was machen die Städte im NR-Land, um Stein- und Kiesgärten zu erschweren und wo gibt es bereits konkrete Verbote? In zwei Kommunen im NR-Land werden außerdem Förderprogramme diskutiert oder sogar schon praktiziert, um versteinerte Vorgärten wieder in begrünte Flächen umzuwandeln. Mehr dazu lesen Sie auf der nächsten Seite.

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