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Bild vom Geseker Wochenmarkt
Foto: Heike Tebbe
Thema der Woche

Wer entscheidet, was auf dem Wochenmarkt angeboten wird?

Sonntag, 10. Mai 2020 von Franz Purucker

Schausteller und Verkaufsstände müssen wegen der Corona-Pandemie weiter geschlossen bleiben. Doch es gibt eine Ausnahme: die Wochenmärkte. Fast alle Städte im NR-Land haben Wochenmärkte, die sich jedoch von ihrer Größe und dem Umfang stark unterscheiden.

Grundsätzlich organisieren und regulieren die Städte die Wochenmärkte. „Wir versuchen, das Angebot breit aufzustellen und dass es nur einen Stand pro Gewerk gibt“, erklärt Thomas Peitzmeier vom Ordnungsamt der Stadt Salzkotten. Händler, die auf dem Wochenmarkt etwas anbieten wollen, müssen sich dazu beim Marktmeister mit der benötigten Fläche anmelden.
Da die Städte ein reges Interesse an einer Vielfalt haben, bemühen sich die Ordnungsämter auch darum, bestimmte Stände in ihre Städte zu locken.

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Zwei Städte im  NR-Land erheben keine Standgebühren

Dann wird ein Platz zugeordnet. Nur eine der vier Städte im NR-Land verlangt eine Gebühr von den Händlern. Damit die Händler ungestört ihre Waren anbieten können, sorgen die Ordnungsämter dafür, dass die Flächen nicht zugeparkt werden. „Dass bei uns am Freitagnachmittag Wochenmarkt ist, wird gerne vergessen“, sagt Thomas Peitzmeier weiter.

Das Ordnungsamt verteilt dann Knöllchen und kann im Ernstfall auch das Abschleppen veranlassen. Als einzige Kommune im NR-Land hat Bad Wünnenberg derzeit keinen Wochenmarkt.

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Büren: Sieben Stände

Insgesamt sieben Stände gibt es regelmäßig auf dem Bürener Wochenmarkt. Jeweils mittwochs und samstags von 8 Uhr bis 13 Uhr findet der Markt auf dem zentral gelegenen Marktplatz statt.
Mittwochs sind Lammers Gärtnerei & Floristik, der Obst- und Gemüsehandel B. Könighaus und Reen Fischdelikatessen dort, am Samstag Peter Kersting Geflügelhof und Salms Hof mit regionaler Naturkost. An beiden Tagen baut Thomas Winkelheide seinen Kartoffelstand auf. Noch recht neu ist Kevin Maier mit seinem Schleifservice, der zwei Mal monatlich zu Gast ist.

Geseke

Beim Geseker Geseker Wochenmarkt handelt es sich um einen kleinen Markt, der jeweils mittwochs und samstags von 8 Uhr bis 13 Uhr stattfindet. Anzutreffen sind dort in der Regel drei Händler – jeweils mit Blumen, Geflügel und landwirtschaftliche Produkten.

Zurzeit ist auch ein Spargelhändler dabei, so Pascal Rückert, Pressesprecher der Stadt Geseke. Besonderheit: An jedem dritten Mittwoch im Monat wird der Markt um einen Krammarkt ergänzt. Aktuell ist dies aber nicht der Fall, was jedoch nichts mit Corona zu tun hat. Im Mai, Dezember und Januar pausiert der Krammarkt jeweils.

Wie überall auf den Wochenmärkten gilt auch in Geseke derzeit eine Mundschutzpflicht. Daran müssen sich sowohl die Händler als auch die Kunden halten.

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Salzkotten

Der Salzkottener Wochenmarkt ist vom Sortiment her sehr ähnlich wie in Büren und Geseke: Es gibt Bio-Äpfel, Käse, Topf- und Gemüsepflanzen, Kartoffeln, einen Gemüsestand, einen Eierstand, Geflügelfleisch, eine rollende Metzgerei, Kaffee- und Waffelwagen, Antipasti und mediterane Köstlichleiten sowie Dekoartikel.

Die Namen der Händler wollte die Stadt aus Datenschutzgründen nicht nennen.

Der Markt findet nur einmal pro Woche – nämlich am Freitagnachmittag von 14 bis 18 Uhr statt und besteht in der Regel aus zehn bis zwölf Ständen.
Die Standgebühr beträgt 50 Cent pro laufenden Meter, wobei die längsten Stände etwa sechs Meter sind. „Was uns fehlt, ist ein Fischstand“, so Thomas Peitzmeier vom Ordnungsamt: „Da versuchen wir schon hinterher zu telefonieren. Bislang ohne Erfolg.“

Insgesamt ist die Stadt sehr zufrieden mit ihrem Markt: „Kaum hat der Kartoffelstand aufgebaut, kommen schon die ersten Stammkunden“, freut sich Peitzmeier.

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Auffällig sei, dass auch viele Auswärtige den Markt nutzen. Der Ordnungsamtsleiter vermutet, dass viele Einpendler darunter sind, die vor dem Nachhauseweg einen Stopp auf dem Marktplatz machen. Den Salzkottener Markt gibt es bereits seit 1983.


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