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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Arzthelfer und Pflegen werden in ihrer Ausbildung auch für Impfungen ausgebildet. Trotzdem kann ein Geseker Pflegedienst weiter keine Corona-Impfungen anbieten.
NR-Land

Wer darf künftig alles impfen?

Sonntag, 26. Dezember 2021 von Franz Purucker

Neben neuen Kontaktbeschränkungen für die Zeit nach Weihnachten beinhaltet der Bund-Länderbeschluss auch eine Ausweitung der Impfkampagne. So zählen nun auch Apotheken zu den berechtigten Berufsgruppen. „Wir sind in den Startlöchern“, sagt die Apothekerin Cordula Cruse-Kampherm: Impfen sei für die Apothekerin, der die Sälzerapotheke, die Matthäus-Apotheke und Engel-Apotheken in Salzkotten gehören, kein neues Tätigkeitsfeld. Schon seit einiger Zeit können Mitglieder der AOK Nordwest in den Apotheken ihre Grippeschutzimpfung erhalten, um damit die niedergelassenen Ärzte zu entlasten.

Die an dem Modellprojekt beteiligten Apotheker sind nun auch zu COVID-19-Impfungen berechtigt. Alle anderen Apotheken müssen eine entsprechende Schulung besuchen.

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Grundsätzlich erlaubt der Gesetzgeber auch Pflegekräfte und Arzthelfern mit entsprechender Ausbildung die Verabreichung von Arzneimitteln, wenn gleichzeitig ein Arzt anwesend ist.

Dieter Ritz, Inhaber des Pflegedienstes Homecare in Geseke, hätte sich deshalb eine Ausweitung der Impfberechtigung auf mehr Stellen als nur Apotheken gewünscht: „Unsere Schwestern sind alle dafür ausgebildet, um zu impfen. Trotzdem dürfen wir kein Impfzentrum eröffnen.“ Ritz betreibt bereits ein Schnelltestzentrum in Geseke (siehe auch Seite 12 unten) und hätte sich nun auch gerne an der Impfkampagne beteiligt – darf aber nicht: „Wir könnten hier jeden Tag 100 Menschen impfen. Wir haben die ganze Logistik und durch das Testzentrum zwei Impfstraßen.“

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Auch die Stadt hätte laut Ritz Interesse daran und bereits das Schulzentrum dafür angeboten. Ritz hatten mehrere Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung geführt, aber ohne Erfolg.
Das größte Problem ist die Finanzierung des Personals. Die Abrechnung müsste demnach immer über einen niedergelassenen Arzt laufen.

Die Stadt selbst hat bereits im Mai dieses Jahres schlechte Erfahrungen mit eigenen Impfangeboten gemacht: Eine mit 1.500 Personen ausgebuchte Impfaktion musste kurzfristig abgesagt werden, weil die Kassenärztliche Vereinigung den Arzt angewiesen hatte, die Impfaktion nicht durchzuführen.

Impfung zwischen den Feiertagen

Unterdessen läuft die Impfkampagne des Kreises Paderborn weiter: „Nach einer kurzen Verschnaufpause an Weihnachten bieten wir zwischen den Feiertagen wieder reichlich Impftermine an, die wir nochmals aufgestockt haben“, erklärt Mareike Delang auf NR-Anfrage. Für Booster-Impfungen muss online ein Termin gebucht werden.

Für Erstimpfungen ist ein Besuch des Impfzentrums in der Sälzerhalle auch ohne Termin möglich. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Mittwoch von 9 bis 17 Uhr sowie Donnerstag und Freitag von 12 bis 20 Uhr.

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Angeboten werden grundsätzlich die mRNA-Impfstoffe Biontech für alle zwischen zwölf und 30 Jahren und Moderna für alle über 30 Jahren. Derzeit besteht freie Impfstoffwahl, solange der Vorrat reicht.

Impftermine buchbar unter:
www.kreis-paderborn.de/impfen

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