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Foto: Shutterstock
Wohl selten war die Vorfreude auf einen Weihnachtsmarkt so groß wie in diesem Jahr. In Geseke stecken zwei Firmen mitten in der Organisation von Weihnachtsbummel und Kirmesrummel.
Geseke

Weihnachtsmarkt: Rettung unter neuer Flagge

Sonntag, 2. August 2020 von Heike Tebbe

Während viele Menschen die Absage von Schützenfesten, Kirmesveranstaltungen und Stadtfesten noch nicht richtig verdaut haben, stecken zwei Geseker Firmen mitten in den Vorbereitungen für ein großes Event im November: Die IHG Schuster Marketing GmbH und die Quarry GmbH planen einen Weihnachtsmarkt in der Schützenhalle der St. Sebastianus Schützenbruderschaft – kombiniert mit einer Weihnachtskirmes auf dem Außengelände. Am Wochenende 19. bis 22. November wollen Hans Schuster und Stefan Bollmeyer-Doering die erste und wohl auch einzige größere Geseker Veranstaltung des Jahres 2020 auf die Beine stellen.

Mit der Organisation des Weihnachtsmarktes füllen Schuster und Bollmeyer-Doering ein Vakuum: Nachdem das Geseker Wirtschaftsnetzwerk erklärt hatte, keine Stadtfeste mehr durchzuführen, gab es zunächst auch keinen Veranstalter mehr für den Weihnachtsmarkt. 

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Dass die beiden sich trotz der unsicheren Lage entschlossen haben, die Traditionsveranstaltung zu übernehmen, erklärt Hans Schuster so: „Organisation und Ablauf stehen, und das Sicherheitskonzept ist mit dem Kreis Soest abgestimmt. Wenn jetzt etwas dazwischenkommt, könnten wir die komplette Planung ins nächste Jahr übertragen.“ 

Adventsbummel & Kirmesrummel

Der Geseker Weihnachtsmarkt ist also zunächst gerettet. Allerdings in anderer Form als gewohnt: Die Veranstaltung findet nicht in der Innenstadt, sondern in der Schützenhalle (Weihnachtsmarkt) und auf dem 14.000 Quadratmeter großen Platz (Kirmes) statt. Stefan Bollmeyer-Doering sagt warum: „Wir sind hier wetterunabhängig durch die Halle. Das ist ein echter Vorteil gegenüber einem reinen Open-Air-Markt.“

Spielzeug-Wunderland, mal anders

Zusammen mit seinem Kollegen Matthias Stiller will er die Schützenhalle lichttechnisch in eine festliche Atmosphäre tauchen. Hier soll nicht nur ein Weihnachtsmarkt mit vorweihnachtlichen Accessoires und Geschenkideen aufgebaut werden, sondern auch ein Second-Hand-Markt für Spielzeug. „Ausschließlich hochwertig und bestens erhalten“, wie Hans Schuster betont. Die Ware wird nicht von den Kindern oder deren Eltern verkauft, sondern in Kommission.

„Risiko auf alle verteilen“

Neben den neuen Örtlichkeiten müssen die Besucher des Events sich auch auf eine weitere Änderung einstellen: Beim Betreten des Geländes wird Eintritt genommen, voraussichtlich drei Euro. Das Risiko sei zu groß, um allein von den Veranstaltern getragen zu werden, begründet Hans Schuster die Entscheidung. Man wolle auch die Aussteller nicht zu sehr belasten. „Wir müssen die Kosten und das Risiko auf alle Schultern verteilen: Veranstalter, Aussteller und Publikum“, so Schuster. Anders sei eine solche Veranstaltung nicht zu stemmen. 


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