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Kühe auf einer Weide, die Gras fressen
Foto: WLV
Mehr als ein großes Ärgernis sind weggeworfene Schutzmasken. Hier ist vor allem der Nasenbügel aus Draht das Problem. Kühe beispielsweise könnten dieses kleine Metall leicht mitfressen.
NR-Land

Weggeworfene Corona-Schutzmasken können für Kühe problematisch werden

Freitag, 21. Mai 2021 von NR Redaktion

Das Pfingstwochenende steht vor der Tür und bei sinkenden Inzidenzwerten ist das Treffen mit Freunden zumindest in reduziertem Umfang wieder möglich. Eine Radtour durch die Feldflur oder ein Picknick im Grünen wird für viele in diesem Jahr vermutlich die Alternative zum Kurzurlaub sein. Doch die Landwirte mahnen dazu, die Wege zu verlassen. Denn aktuell werden die Früchte bestellt.

„Wir beobachten seit der Pandemie viel mehr Spaziergänger und Fahrradfahrer auf den Feldwegen als in anderen Jahren“, sagt Hubertus Beringmeier, Bauernpräsident und Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn. Häufig seien Fahrradfahrer und Fußgänger unsicher, wo sie sich überall bewegen dürften. Aber die Antwort sei recht einfach. „Bitte bleiben Sie auf den Wegen. Felder sind zu dieser Jahreszeit mit Früchten bestellt und der Aufwuchs der Wiesen wird als Futter für unsere Tiere genutzt“, so sein Appell. Jeder, der darüber laufe oder fahre, schädige die Pflanzen.

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Auch der Hund sollte auf den Wegen bleiben, so der Vorsitzende. Das Frühjahr sei die Zeit, in der die Tiere ihre Jungen in der Natur aufzögen. Freilaufende Hunde seien für diese Tiere eine große Gefahr. „Wildtiere verfügen über sehr gute Sinne; selbst den friedlichsten Hund empfinden sie als feindliche Gefahr“, sagt er.

Bodenbrüter wie Kiebitz, Rebhuhn oder Feldlerchen würden ihr Gelege und ihren Nachwuchs bei Beunruhigung verlassen. „Die Eier und Küken kühlen aus, werden lebensschwach und verenden. Auch Feldhasen, Rehe und andere Wildtiere sehen den Hund als Feind an und geraten schnell in Panik“, erläutert der Landwirt.

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Bauernpräsident Hubertus Beringmeier. Foto: WLV

„Zudem ist Hundekot in Wiesen und Weiden eine vielfach unterschätzte Gefahr für unsere Tiere“, so Beringmeier. Krankheitserreger im Hundekot könnten beispielsweise bei Rindern zu Fehl- oder Totgeburten führen. In der Nähe von Weidetieren sollte man sich ruhig und besonnen verhalten. Krach, laute Musik oder hastige Bewegungen könnten die Tiere erschrecken und in Panik versetzten.

Weggeworfene Corona-Schutzmasken

„Bitte auch keinen Müll in Wiesen, Weiden, Feld und Flur – hinterlassen, denn der bekommt den Tieren überhaupt nicht gut“, erklärt Beringmeier. Mehr als ein großes Ärgernis seien in diesen Coronazeiten weggeworfene Schutzmasken. „Hier sei vor allem der Nasenbügel aus Draht das Problem. Kühe beispielsweise könnten dieses kleine Metall, oder auch andere weggeworfen Gegenstände mit Spitzen oder scharfen Kanten, leicht mitfressen und damit die inneren Organe gefährden.

Und das Picknick?

Am Rand von Feldwegen ist das kein Problem. An vielen Stellen im Kreis findet man auch Bänke oder Sitzgarnituren. Ebenso hier der Appell des Vorsitzenden: „Bitte, nehmen Sie jeglichen Müll wieder mit. Auch Reste von Nahrungsmitteln sollten auf jeden Fall wieder eingepackt werden. Die Wurst vom Brot kann beispielweise die Afrikanische Schweinepest, die seit September Deutschland im Osten erreicht hat, auf unsere Wildschweine übertragen“, so sein Appell.

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