arrow_back
Zwei Reisekauffrauen vor einem Computer in einem Bürener Reisebüro.
Foto: Franz Purucker
Reisebüros wie die Bürener Reisewelt von Elke Schmidt (l.) und Anne Schulte haben vor allem mit Kunden zu tun, die wissen wollen, ob ihre Reise stattfindet. Aktuell sieht die Lage gut aus, denn schon ab 15. Juni werden erste Urlaubsflüge wieder möglich sein.
Thema der Woche

Was wird aus dem Sommerurlaub?

Sonntag, 14. Juni 2020 von Franz Purucker

Die Reisenbranche steht still. Seit Mitte März sind die Hotels in beliebten Urlaubsorten wegen Corona leer, an den Flughäfen wie Paderborn-Lippstadt hebt keine einzige Maschine ab.

Nun könnte Bewegung in die Sache kommen: Das Auswärtige Amt hat die Reisewarnungen für 29 Staaten aufgehoben und durch Reisehinweise ersetzt. Ist der Sommerurlaub nun gesichert und was ist mit denjenigen, denen Corona die Reiselust verdorben hat? Wie sieht es mit kostenlosen Stornierungen aus?

Anzeige

Wer versucht, bei den großen Reiseveranstaltern wie TUI, ITS oder DerTouristik anrufen, landet bei einer Bandansage. Mehr Glück haben diejenigen, die in einem lokalen Reisebüro gebucht haben. Die meisten von ihnen haben trotz Corona geöffnet. „Wir sind weiter für unsere Kunden da und schauen immer wieder in unserem System, ob die Reise stattfindet“, erklärt Anne Schulte, Mitinhaberin der „Bürener Reisewelt“. Die meisten werden aber abgesagt.

Reisen sind ab 15. Juni wieder möglich

Ähnlich ist die Lage in Geseke: „Wir stehen in regelmäßigem Kontakt zu den Reiseanbietern“, so Nina Flottmeier, Inhaberin des TUI ReiseCenters in Geseke. In den letzten Wochen wurde aber vor allem abgesagt:  „95 Prozent aller Reisen wurden storniert“, so die Reiseverkehrskauffrau. Sie und ihr Team arbeiten derzeit faktisch unentgeltlich, aber „mit viel Herzblut“ für ihre Kunden, so Nina Flottmeier.

Anzeige

Denn: Bis 14. Juni haben sämtliche deutsche Reiseveranstalter ihre Reisen abgesagt. Nun läuft das Programm langsam wieder an:  „Mallorca öffnet am 15. Juni wieder für deutsche Touristen, und zwar nur für TUI, DerTouristik und Schauinslandreisen“, erklärt Nina Flottmeier weiter. Spanien und Griechenland wollen am 1. Juli folgen. 

Die Nachfrage ist jedoch eher verhalten. „Wir haben eine handvoll Reisen verkauft. Es gibt viel Unsicherheit“, ergänzt Elke Schmidt, ebenfalls Inhaberin der Bürener Reisewelt.

Einige Corona-bedingte Einschränkungen wird es wohl auf jeden Fall geben: „Eventuell wird der Kinder-Club nur in abgespeckter Form angeboten und die Fitnesscenter sind geschlossen“, nennt Elke Schmidt zwei Beispiele. Nina Flottmeier ergänzt: „Auf das klassische Essen in Buffetform müssen die Gäste wohl in der Regel auch verzichten, stattdessen gibt es ein Flyling-Buffet, ein kleines Frühstücksbuffet am Tisch und Menüwahl zum Abendessen.“ Dies muss kein Nachteil sein: Am Platz-Service ist unter normalen Umständen teurer als Buffet.

Nächste Seite
AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail