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Foto: Loos / Kreismuseum Wewelsburg
Bis Ende August ist die Sonderausstellung „KMW 95 – Objekte des Kreismuseums Wewelsburg 1925 – 2020“ im Burgsaal der Wewelsburg zu sehen.
Büren

Kreismuseum zeigt Stücke, die man sonst nicht zu sehen bekommt

Donnerstag, 16. Juli 2020 von Heike Tebbe

95 Objekte aus 95 Jahren Kreismuseum Wewelsburg: Diese Sonderausstellung mit ganz besonderen, normalerweise nicht zugänglichen Exponaten ist noch bis Ende August im Burgsaal der Wewelsburg zu sehen. An diesem Sonntag (19. Juli) sowie am Samstag, 1. August, beantworten die Museumspädagogen jeweils um 15 Uhr die Fragen der Besucher zu diesen Ausstellungsstücken.

Seit fast hundert Jahren sammelt das Kreismuseum Erinnerungen in Form von Bildern und Alltagsgegenständen. Zum 95. Geburtstag hat es sein Archiv geöffnet und besondere Objekte ausgewählt: große, kleine, unscheinbare, wertvolle, zerbrechliche oder robuste. Sie alle erzählen ihre eigene Geschichte und verweisen auf die Geschichte des Paderborner Landes. 

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Insgesamt befinden sich mehr als 30.000 Objekte im Magazin. Der Sammlungsbestand spiegelt den jeweiligen Zeitgeist und die kulturpolitischen Ziele in der Entwicklung des Museums wider. 

Noch bis Ende August sind die 95 ausgewählten Objekte aus 95 Jahren Zeit- und Museumsgeschichte im Burgsaal der Wewelsburg zu sehen. 

Wechselvolle Geschichte

Am 31. Mai 1925 wurde das Kreisheimatmuseum in der Wewelsburg eröffnet. Das Schloss wurde zu einem Kulturzentrum, bestehend aus Jugendherberge, Tagungsort und Heimatmuseum, ausgebaut. Die ersten erfolgreichen Jahre der Museumsgeschichte endeten 1934, als die SS die Wewelsburg übernahm, die Ausstellung des Heimatmuseums auslagerte und eine eigene SS-Schausammlung zusammenstellte. Sie umfasste neben archäologischen Funden später auch SS-Beute- und Raubkunst.

Zerstörung und Wiederaufbau

Durch die Sprengung des Schlosses am Kriegsende wurde die SS-Museumssammlung weitgehend zerstört. Direkt nach dem Krieg begann der stufenweise Wiederaufbau der Wewelsburg. 1950 wurden die Jugendherberge und das Heimatmuseum wiedereröffnet. 

Als der Kreis Paderborn Wewelsburg 1975 im Zuge der Gebietsreform übernahm, wurde die Museumsarbeit professionalisiert und das Heimatmuseum neu konzipiert. 1996 eröffnete das Historische Museum des Hochstifts Paderborn, das 2015 neu konzipiert und gestaltet wurde. 

Bereits seit 1982 unterhält der Kreis Paderborn eine Gedenkstätte für die Opfer der SS-Gewalt in der Wewelsburg. Die Gedenkstätte ist heute ein international angesehener, außerschulischer Lernort mit einem umfassenden historisch-politischen Bildungsauftrag für Kinder und Jugendliche.

www.wewelsburg.de

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