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Foto: Pixabay
Eine echte Idylle: Campen in freier Natur ist ein Traum - gerade jetzt, wo Urlaub im Ausland schwierig geworden ist.
Kreis Paderborn

Was ist beim „wilden“ Campen eigentlich erlaubt?

Freitag, 24. Juli 2020 von Heike Tebbe

Campen in freier Natur ist schwer im Kommen. Den Trend zum (Kurz-)Urlaub mit Zelt oder Wohnmobil konnte man schon seit Jahren beobachten, doch hat er sich durch die derzeitige unsichere Reiselage weiter verstärkt. Dass Nächte in Wald und Feld ein schönes Erlebnis mit einem gewissen Abenteuertouch sein können, steht außer Frage. Aber: Nicht überall, wo einsame Natur und eine schöne Aussicht locken, darf campiert oder gezeltet werden!

Jede Menge Vorschriften

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Wer sich mit dem Thema beschäftigt, stellt schnell fest: Es gibt jede Menge Rechtsvorschriften. Dies soll die Erhaltung einer Landschaft sichern, in der Biodiversität bewahrt und gleichzeitig allen Erholungssuchenden Naturgenuss ermöglicht wird. 

„Beim Zelten in der freien Landschaft ist öffentliches und privates Recht zu berücksichtigen. Selbst bei Zustimmung des Grundstückseigentümers gelten möglicherweise öffentlich-rechtliche Vorschriften, wie das Naturschutz-, Bau- oder Forstrecht, die das Zelten und Campieren verbieten“, erklärt Susanne Pöhler vom Umweltamt des Kreises Paderborn. Die Umweltexpertin rät: Im Zweifel lieber auf einem Campingplatz übernachten. 

NRW-weit gilt, dass Campieren und Zelten im Wald verboten ist. Darüber hinaus gelten weitere Regeln:

• Im Kreis Paderborn ist auch das Zelten und Campen in geschützten Landschaftsbereichen – Naturschutz- und Landschaftsschutzgebieten, geschützten Landschaftsbestandteilen und Naturdenkmälern – untersagt. Dies gilt auch für Haus- und Hofflächen sowie Gartenflächen, die sich in einem Landschaftsschutzgebiet befinden. Diese dürfen nicht zum Campen überlassen werden. Wer in Schutzgebieten zeltet oder sein Fahrzeug abstellt, begeht eine Ordnungswidrigkeit, die mit einem Bußgeld geahndet wird.

• Ausnahme: Kinder dürfen auch campen, wenn der heimische Garten in einem Landschaftsschutzgebiet liegt. 

Achtung, Brutvögel!

• Generell ist bei allen Aktivitäten in der freien Natur darauf zu achten, dass brütende oder fütternde Vögel nicht vertrieben werden, weil ansonsten ihre Brut schutzlos zurückgelassen würde.

Tipp: Eine Übersicht der Schutzgebiete im Kreis Paderborn ist im Geoportal des Kreises unter www.kreis-paderborn.de zu finden. Außerdem finden Interessierte hier weitergehende Informationen zu den Gebieten, die auf den vorhandenen Straßen und Wegen von Erholungssuchenden erkundet werden können.

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