arrow_back
NR-Land

Was die Politik 2021 vorangebracht hat und was in diesem Jahr geplant ist

Donnerstag, 6. Januar 2022 von NR Redaktion

Nach dem Blick zurück geht es nun darum, nach vorne zu schauen. 

Neben den Anträgen aus dem vergangenen Jahr haben wir die Parteien auch nach ihren Plänen für das neue Jahr gefragt und wollten zudem wissen, was die Politiker glauben, was das wichtigste Thema im neuen Jahr werden könnte. Einige Ideen überraschen, andere waren absehbar, da die Anstöße dafür bereits im vergangenen Jahr lagen.

Anzeige

Wünnenbergs Zukunft und die Windenergie?

Das neue Jahr beginnt für die Politiker mit dem neuen Arbeitskreis „Digitalisierung“. „Dies kann nicht nur die Beschaffung von Tablets oder Automatisierung von Verwaltungsakten bedeuten, sondern muss ganzheitlich gedacht werden für die gesamte Stadtgesellschaft“, begründet der CDU-Fraktionsvorsitzende Kevin Gniosdorz den Vorstoß.  

Bad Wünnenberg werde zu den Kommunen zählen, die selbstständig und proaktiv das Thema vorantreiben und dadurch Standortvorteile generieren, ist sich der Chef der Ratsfraktion sicher.

Anzeige
Windkraft und der Bau neuer Windräder wird in Bad Wünnenberg ein großes Thema bleiben. Foto: Pixabay

Auch die Schwimmlernoffensive will die CDU weiterdenken: „Eine Überlegung sind Wasserzeiten für die offene Jugendarbeit, um das Angebot noch niedrigschwelliger als ohnehin schon zu gestalten“, so Gniosdorz.

Weitere Ziele der Fraktion sind weiterhin preiswertes Bauland für Familien sowie die Themen Dachflächen-Fotovoltaik und Biodiversität.

Die SPD sieht nach der Eröffnung der neuen Ortsumfahrung den Rückbau der alten B480-Ortsdurchfahrt als wichtiges Thema an. Zudem müsse der Rathausneubau wieder Fahrt aufnehmen und ein neuer Flächennutzungsplan für Windenergiegebiete aufgestellt werden. 

Die Senkung der Gewerbesteuern auf 390 Prozent sieht die SPD weiter kritisch: „Einen Dumpingsteuersatz können wir uns nicht leisten und finden ihn gegenüber den umliegenden Kommunen auch unsolidarisch“, so Fraktionschef Stefan Stachowiak. 

Anzeige

Weiterhin fordert die SPD, beim Verkehrskonzept endlich zu handeln und ein Gesamtkonzept für das Aatal als Naherholungsgebiet zu erstellen. Wichtig sei zudem die Bürgerbeteiligung: „Wir spüren bei den Bürgern einen hohen Bedarf. Wenn Versammlungen coronabedingt ausfallen, dann sollten digitale Formate genutzt werden.“

Die FDP fokussiert fürs neue Jahr einen „Flächennutzungsplan, in dem die Windkraft mit Augenmaß und Akzeptanz der Bürger verabschiedet wird“, so Udo Fölling. Ein Straßen- und Wegekonzept inklusive der Sanierung in fast allen Ortschaften sei nötig  sowie die Renaturierung der alten B480. Die Rathauspläne mit Neubau der Verwaltung in Fürstenberg und Nutzungskonzept für den Spanckenhof müssten konkretisiert werden.

Die Grünen hoffen, dass im neuen Jahr der von ihnen initiierte „Runde Tisch Windenergie“ umgesetzt wird, in dem Bürger beim weiteren Ausbau der Windenergie erreicht werden.

Die Grünen würden zudem gerne mehr Flächenfotovoltaikanlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen zulassen, um Landwirten neue Einnahmequellen zu ermöglichen. „Die Errichtung von Agri-Fotovoltaikanlagen, bei denen unter den Sonnenkollektoren weiterhin effektiv Landwirtschaft betrieben werden kann, wurde nicht gänzlich ausgeschlossen“, ist Fraktionschefin Dr. Mathia Dubberke hoffnungsvoll.

Anzeige

„Wir werden unseren Schwerpunkt weiter auf ökologische Kriterien legen“, kündigt die Grüne mit Blick auf den Rathausneubau und die touristische Erschließung des Aatal an: „Es ist gerade Aufgabe der Lokalpolitik, mit ihrem direktem Kontakt zu den Bürgern, mutig Ideen und Maßnahmen zu ergreifen, die den Prozess auf örtlicher Ebene effektiv und sozial verträglich vorantreiben.“

Vorherige Seite Nächste Seite
AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail