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Zwei Schwimmer im Geseker Freibad
Foto: Franz Purucker (Archiv)
Lennart Milges (l.) und Jonas Rosemeier (gerade unter Wasser) waren im vergangenen Jahr einer der ersten Schwimmer im Geseker Freibad. Auch damals öffneten die Freibäder wegen der Corona-Pandemie später. Dieses Jahr könnte sich der Start ebenfalls verzögern. Grund ist die Corona-Notbremse des Bundes.
Thema der Woche

Wann öffnen dieses Jahr die Freibäder oder bleiben diese wegen Corona zu?

Samstag, 1. Mai 2021 von Franz Purucker

Büren

Die Moritz-Stadt verfügt als einzige im NR-Land über zwei Freibäder – einmal in der Kernstadt und einmal im Ortsteil Harth. „Die Stadtverwaltung befindet sich in der Vorbereitung und arbeitet an Plänen, zu welchem Termin und mit welchen Rahmenbedingungen wieder geöffnet werden kann“, teilte Sprecherin Kerstin Salerno auf NR-Anfrage mit. Die Besucherzahlen der Bäder sind wegen Corona im vergangen Jahr stark eingebrochen: Das Freibad in Büren verzeichnete mit 26.646 Besuchern nur 40 Prozent der Zahlen vom Vorjahr, im HaWei Büren-Harth kamen mit 4.527 nicht einmal ein Viertel so viel Besucher wie 2019.

Salzkotten

Die Sälzer Lagune wäre theoretisch ab Mitte Mai betriebsbereit. Wann und für wie viele geöffnet wird, hängt von der Corona-Verordnung ab. „Im vergangenen Jahr waren maximal 200 Besucher zeitgleich zulässig“, sagt Sprecherin Johanna Breithaupt. Die Regelung wird in diesem Jahr ähnlich sein. Die Öffnungszeiten sollen erhalten bleiben und auch die Schließung für eine Stunde über Mittag, um es zu Reinigen, ist dieses Jahr wieder geplant.
Von den 55.000 bis 86.000 Besuchern pro Jahr war das Bad im Vorjahr weit entfernt: Weniger als halb so viele – 23.821 – nutzen die Sälzer Lagune. Das macht sich auch bei den wirtschaftlichen Auswirkungen bemerkbar: Vor der Pandemie musste die Stadt 244.000 Euro zuschießen, im Corona-Jahr 2020 war es 360.350 Euro.

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Geseke

Der Geseker Schwimmmeister Alexander Rudolph hatten ursprünglich gehofft, zum 1. Mai öffnen zu können. Doch daraus wird nichts. Trotzdem ist das Personal jeden Tag vor Ort, um das Bad herzurichten.
„Natürlich ist uns bewusst, dass es keine normale Badesaison wird. Wir orientieren uns daher am vergangenen Sommer. Da konnten wir bereits verschiedene Erfahrungswerte sammeln, wie auch trotz Corona ein Schwimmbetrieb möglich ist“, so Alexander Rudolph.

Das Geseker Freibad war im vergangenen Jahr das erste in der Region, was überhaupt öffnete. Das könnte sich auch in diesem Jahr wiederholen: Aktuell liegt der Inzidenzwert im Kreis Soest unter dem im Kreis Paderborn.
Die Stadt hatte schnell ein Hygienekonzept auf die Beine gestellt: Das Becken war in drei Doppelbahnen abgeteilt und es galt eine Einbahnstraßenregelung. Die Kontaktdaten der Besucher wurden am Eingang erfasst.
Lediglich ein Fünftel der sonst üblichen 50.000 Badegäste besuchten das Geseker Freibad.

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Bad Wünnenberg

Auch Bad Wünnenberg steht in den Startlöchern: „Die Öffnung ist geplant, sobald die Inzidenzzahlen und das Wetter es zulassen“, so Stadtsprecherin Romana Papenkordt: Das Bad wird aktuell vorbereitet und wäre bereits ab nächste Woche betriebsbereit. Vor der Öffnung steht jedoch die Abnahme durch das Gesundheitsamt und des chemischen Untersuchungsamtes an.

Zu den Öffnungszeiten und der Zahl der gleichzeitigen Besucher „hängt von der Coronalage zu der Zeit ab“, so die Sprecherin. Die Besucherzahlen sind auch hier im Vorjahr stark eingebrochen: 2019 gingen 73.358 Menschen in Bad Wünnenberg baden, im Corona-Jahr 2020 nur 18.989.

Modellprojekt Sport

Der Kreis Paderborn hat sich erfolgreich als Modellregion für den Bereich Sport in NRW beworben. Das Projekt soll wissenschaftlich begleitet werden und dazu dienen Öffnungen unter Corona zu erproben. Dies umfasst auch Bäderöffnungen.

Eigentlich war der Start als Modellregion mit Öffnung des Ahorn-Sportparks, der Schwimmoper Paderborn und der Westfalen Therme Bad Lippspringe bereits zum 19. April geplant. Auch die Sälzer Lagune hatte dadurch zeitnah gehofft, öffnen zu können.

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Das Projekt setzt eine Inzidenz von unter 100 voraus. Steigt der Wert über 100, muss das Projekt beendet werden – außer, die Kommune kann erklären, warum der Infektionsanstieg nicht wesentlich auf die Lockerungen zurückzuführen ist.

Erschwerend kommt die Corona-Notbremse des Bundes dazu: Grundsätzlich bricht Bundesrecht Landesrecht und so dürfen erst, wenn die Inzidenz an sieben aufeinanderfolgenden Tagen unter 100 liegt, die Corona-Lockerungen umgesetzt werden.

Andere Bäder

Die Paderborner Freibäder in der Kernstadt und in Schloß Neuhaus wollen bei der Kontaktnachverfolgung statt auf Zettel und Onlineformulare in diesem Jahr auf die digitale Nachverfolgung per Luca-App setzen.
Auch die Corona-Warnapp hat mit dem letzten Update eine Funktion erhalten, mit der die Kontaktnachverfolgung möglich ist.

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