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Foto: Polizei Paderborn
Ein Fahrer missachtete das Halte-Signal, wurde von den Beamten dann aber doch noch gefasst. Es gab durchaus einen Grund für ihn, sich nicht der Kontrolle stellen zu wollen.
Kreis Paderborn

Verkehrskontrolle am Bürener Kapellenberg mit erschreckenden Ergebnis: Jeder zweite mit Verstößen

Freitag, 11. Dezember 2020 von NR Redaktion

Rund 70 Fahrzeuge kontrollierte die Paderborner Polizei bei einer Kontrolle am Donnerstag, 10. Dezember, zwischen 10 und 18 Uhr auf dem Gelände der Feuerwache in Büren. In erster Linie sollten schwere Unfälle durch Drogen- und Alkoholdelikte verhindert werden. Die Ergebnisse dieser Kontrolle waren erschreckend.

Von etwa 70 kontrollierten Fahrzeugen konnten bei nahezu der Hälfte der Fahrer Verstöße festgestellt werden. Sechs Fahrer standen unter Drogeneinfluss. Es wurden Blutproben genommen und die Weiterfahrt untersagt. Die Fahrzeugführer müssen nun mit einem Bußgeld in Höhe von 500 Euro, zwei Punkten in Flensburg und einem Monat Fahrverbot rechnen.

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Ergibt die Blutanalyse anhand entsprechender Werte den Verdacht, dass regelmäßig Drogen konsumiert werden, entzieht die Fahrerlaubnisbehörde die Fahrerlaubnis dauerhaft.

Besonders auffällig verhielt sich ein 33-jähriger BMW-Fahrer aus Paderborn, der wegen Verdachts des Drogenkonsum angehalten und kontrolliert wurde. Ein Urintest verlief bei ihm zunächst negativ.

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Deutliche körperliche Auffälligkeiten ergaben allerdings den konkreten Verdacht, dass der Fahrer unter Drogeneinfluss steht. Bei der konsequenten Durchführung der polizeilichen Maßnahmen seitens der Beamten konnten im Rahmen der körperlichen Durchsuchung des Paderborners diverse Betäubungsmittel aufgefunden werden, welche er in seiner Kleidung sowie am Körper versteckt hatte.

Angehaltener Fahrer will Drogentest verfälschen

Die Durchsuchung brachte auch ein aufgerissenes und einschlägiges Tütchen zu Tage. Hierin befand sich eine gelbe Flüssigkeit, die dazu diente, den Drogenvortest zu verfälschen. Ein erneuter Test verlief positiv. Ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet, die Drogen wurden beschlagnahmt.

Unter Drogen sind dabei nicht nur „harte“ Drogen, wie beispielsweise Heroin, Kokain oder Amphetamine zu verstehen, so die Polizei: Auch der Konsum von Cannabisprodukten habe erhebliche Auswirkungen auf das Fahrverhalten.

Die Polizei warnt dringend davor, unter Drogeneinfluss am Straßenverkehr teilzunehmen. Drogenunfälle enden oft genug mit schweren oder gar tödlichen Folgen. Sie sind besonders tragisch, wenn nicht nur die Verursacher selbst, sondern auch noch unbeteiligte Mitfahrer oder andere Verkehrsteilnehmer darin verwickelt werden.

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Zwei angehaltene Fahrzeugführer waren nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis. Ein 65-jähriger Bürener war mit einem Kleinkraftrad unterwegs, für welches er keine Fahrerlaubnis vorweisen konnte.

Am Nachmittag sollte ein 29-jähriger aus Schauenburg angehalten werden. Anstatt auf den Parkplatz der Kontrollstelle zu fahren, bog er unvermittelt in die Mauritiusstraße ein, um sich augenscheinlich einer Kontrolle zu entziehen. Durch den Einsatz eines Verfolgungsfahrzeugs konnte die sofortige Nachfahrt seitens der Beamten aufgenommen und der Fahrer gestoppt werden.

Er wies sich mit einem irakischen Führerschein aus. Da sich der Fahrer bereits länger in Deutschland aufhielt, hatte der vorgezeigte Führerschein seine Gültigkeit verloren. Gegen ihn sowie den Fahrzeughalter wurden Strafverfahren eingeleitet und die Weiterfahrt unterbunden.

Bußgeldverfahren wegen mangelhafter Ladungssicherung erwarten insgesamt zwölf Fahrzeugführer. Die überwiegend als Kleintransporter einzustufenden Fahrzeuge waren zum Teil mit ungesicherten Paketen beladen.

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Paketzusteller mit Feuerwerkskörpern erwischt

Trotz des Mitführens von Sicherungsmaterial fanden die Beamten bei einem 20-jährigen Paketzusteller einen ungesicherten Karton mit deklariertem Gefahrgut (Feuerwerkskörper). Für die nicht ordnungsgemäße Gefahrgutsicherung ist im Regelfall ein Bußgeld über 300 Euro vorgesehen. Ferner führten der 20-Jährige sowie neun weitere Fahrzeugführer keine vorgeschriebenen Aufzeichnungen über Lenk- und Ruhezeit.

Darüber hinaus erhoben die eingesetzten Polizeibeamten sechs Verwarnungsgelder.

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