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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Bei einer Verkehrskontrolle wurde ein Fahrer unter Drogen erwischt. Das der Beifahrer ebenfalls nicht clean war, zeigte sich erst einige Stunden später.
Umland (Raum Paderborn)

Unter Drogen zur Polizeiwache gefahren, um Freund abzuholen, der deswegen aufs Revier musste

Montag, 19. April 2021 von Franz Purucker

Wenn ein Fahrer von der Polizei unter Drogen erwischt und deshalb mit aufs Revier genommen wird, sollte dies für den Beifahrer eigentlich eine Warnung sein. Wie ein Beispiel an diesem Wochenende zeigt, ist das wohl nicht immer der Fall. Denn wenig später sitzen zwei junge Männer auf dem Paderborner Revier. Beide, weil sie unter Drogen am Steuer erwischt worden sind.

Eine Streifenwagenbesatzung hatte am Samstagabend gegen 22.20 Uhr auf der Driburger Straße in Paderborn einen Autofahrer, der mit einem Beifahrer unterwegs war, kontrolliert. Bei der Überprüfung des 23-jährigen Fahrzeugführers zeigte dieser drogentypische Auffälligkeiten.

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Nachdem auch ein Drogenvortest positiv verlaufen war, wurde der Autofahrer von den Beamten zur Polizeiwache gebracht, wo ihm eine Blutprobe entnommen wurde. Zuvor hatte der Betroffene seinen 24-jährigen Beifahrer gebeten, dass Auto zu übernehmen, um ihn damit von der Wache abzuholen.

Als dieser später auf den Parkplatz der Wache fuhr, konnten Polizisten beobachten, wie er nur mit Mühe verhindern konnte in ein Gebüsch zu fahren. Daraufhin wurde auch der ehemalige Beifahrer und jetzige Fahrzeugführer kontrolliert. Auch bei ihm ergaben sich Hinweise auf einen vorherigen Drogenkonsum, so dass auch dem 24-Jährigen eine Blutprobe entnommen wurde. Beiden Autofahrern wurde das Führen fahrerlaubnispflichter Kraftfahrzeuge bis zu völligen „Ausnüchterung“ untersagt.

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Wer zum ersten Mall unter Drogeneinfluss am Steuer erwischt wird, muss ein Bußgeld von 500 Euro zahlen, erhält zwei Punkte und ein Fahrverbot von einem Monat. Für Wiederholungstäter verdoppelt sich die Strafe auf 1.000 Euro Bußgeld und ebenfalls zwei Punkten und drei Monaten Fahrverbot. Beim dritten Mal werden 1.500 Euro Bußgeld fällig, es gibt weitere zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.

Zudem wird fast immer eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung angeordnet, die zwischen 560 und 730 Euro kostet. Wird zur Wiedererteilung des Führerscheines eine Nachschulung als erforderlich eingestuft, wird es noch teurer.

Dem zweiten Autofahrer drohen zudem strafrechtliche Konsequenzen, da bei ihm Anzeichen von Fahrunsicherheit vorlagen. Neben Bußgeld, Punkten und Fahrverbot ist auch ein Führerscheinentzug und sogar eine Freiheitsstrafe möglich. Darüber muss ein Gericht entscheiden.

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