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NR-Redakteur beim Home Office
NR-Land

Unser Redakteur meint: „Bringt die Kinder zur Betreuung in die Staatskanzlei!“

Samstag, 16. Mai 2020 von NR Redaktion

Unser Redakteur Franz Purucker kommentiert die schrittweise Öffnung der Kitas, die vielen Eltern nicht weit genug geht.

Wer für die Politik besonders wichtig ist, zeigen die neuen Erlasse: Oberste Priorität haben Millionäre, die gerne Fußball spielen. Noch bevor jedermann sich im Freien den Ball zuspielen darf, beginnt die Bundesliga mit ihrem Trainings- und Wettkampfbetrieb.

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Während Pflegekräfte vergeblich auf regelmäßige Tests warten, sind für hauptberufliche Fußballer mehr als genügend davon da.
Appropo Pflegekräfte: Deren Systemrelevanz reicht immerhin für zwei Mal Applaus. Vielleicht, eventuell, aber nur für einige Auserwählte oder auch gar nicht, gibt es nun eine Einmalzahlung.

Völlig unrelevant sind in diesem Land wiederum Kinder. Die schrittweise Teilöffnung der Kitas versucht NRW-Familienminister Stamp als großen Wurf zu verkaufen. Wie es anders geht, zeigen Hamburg und Thüringen, wo ab Juli bzw. Juni alle Kinder wieder in die Kita dürfen.

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Dass Kindern anders als Fußballprofis die frühkindliche Bildung und ihre Freunde fehlen und gestresste Eltern zu Hause am Limit arbeiten, ist schlicht „nicht systemrelevant“.

Eigentlich sollten alle Eltern ihre Kinder nun höchstpersönlich in der Düsseldorfer Staatskanzlei bei Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) und Familienminister Joachim Stamp (FDP) in die Betreuung geben. Die Politiker können ja nebenbei Home Office machen, wie sie es von den Eltern aktuell verlangen!

Kontakt zum Autor:
franz.purucker@neueregionale.com

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