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Foto: Stockfoto
Viele Geocaches enthalten kleine Tauschgegenstände, manche legen als Trackables weite Strecken zurück.
NR-Land

Umsonst und draußen: Mit dem Handy auf Schatzsuche

Sonntag, 17. Juli 2022 von Marco Schreiber

Seitdem ist Fuest dabeigeblieben. Mittlerweile hat er fast 700 Caches gefunden. Auf 4.027 Meter Höhe in den Schweizer Alpen, in einem 50-Liter-Eimer in Borchen, in einem Hinterhof in Dresden. „Man sieht Ecken, in die man normalerweise nicht kommt“, sagt Fuest. „Das macht den Reiz des Geocachings aus.“ Den „Leitplanken-Caches“ könne er nur wenig abgewinnen, für die man nur kurz aus dem Auto springen müsse. 

Die zehn Geotouren im Paderborner Land sind da schon anspruchsvoller. Als so genannte Multis oder Rätselcaches sind sie nur lösbar, wenn alle Caches gefunden werden, als sechs Stück sind bei der knapp 12 Kilometer langen Runde in Büren. In jeder Dose gibt es zusätzlich zum Logbuch eine Zahl, die am Ende den Code zum Öffnen des „finals“ ergibt, des letzten Caches auf dem Weg. In Büren wie auch in Altenbeken, Bad Wünnenberg, Salzkotten, Borchen, Delbrück, Bad Lippspringe, Hövelhof, Lichtenau und Paderborn wartet am Ende ein Stempel. Wer sieben davon sammelt, wird von der Touristinfo Paderborn mit einem kleinen Souvenir belohnt. 

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Zurück zu Peter Fuest. An einer Erklärtafel zu den Königswegen der Region errechnet er den Standort des nächsten Caches. „Deshalb sollte man die Anleitungen vorher lesen“, sagt er. Ohne die Beschreibung würden wir auch diesmal leer ausgehen.

Am Ende der Tour treffen wir Kerstin Salerno vom Bürener Stadtmarketing. Nach den beiden internationalen Geocaching-Events in Büren 2017 und 2019 mit zuletzt rund 1.000 Teilnehmern startet sie im Auftrag des Stadtrates jetzt mit der Planung eines weiteren Treffens. „In diesem Jahr soll es zumindest ein kleineres Eventgeben“, sagt sie – die Coronamaßnahmen hatten die Pläne vom Zweijahresrhythmus der Europa-in-Büren-Reihe durchkreuzt. 

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Die Geotour Paderborner Land ist eine Gemeinschaftsaktion aller Tourist-Informationen des Kreises Paderborn, sagt Dirk Rellecke, einer der Initiatoren des Projekts. „Wir wollten die erste Geotour in Deutschland werden“, so Rellecke. „Leider ist uns Hannover ein halbes Jahr zuvorgekommen.“

Seit Juni 2015 locken die Geotour immer mehr Besucher ins Paderborner Land. Dabei wird der Einzugsbereich immer größer. „Wenn man die Logbeiträge im Internet verfolgt, sieht man viele Besucher aus Holland“, sagt Rellecke. 

Der Inhaber einer Medienagentur ist ein Geochacher der ersten Stunde. Anfängern rät er mit einfachen Caches zu starten, den Traditionals.  „Man sollte mit der Schwierigkeitsstufe 1 anfangen, das ist für jeden machbar.“ Wolle man mehr in Richtung Freizeitgestaltung gehen, sollte man sich eine schöne Landschaft aussuchen. Belohnt wird man in jedem Fall mit dem „Aha-Effekt, etwas zu finden“. Etwas, in das man sich auch noch wie in ein Gipfelbuch eintragen kann. Rellecke: „Das lockt auch viele Erwachsene an.“

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