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Symbolfoto für die Wahl
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
NR-Land

U16-Wahl: Grüne Kandidaten dürften CDU-Amtsinhaber in Stichwahl herausfordern

Samstag, 5. September 2020 von Franz Purucker

In der vergangenen Woche waren alle Jugendlichen im Kreis Paderborn, die offiziell noch nicht wählen dürfen, weil sie jünger als 16 Jahre alt sind, an die Wahlurnen gerufen wurden. Das Ergebnis dieser U16-Wahl überrascht.

Gewählt wurde im Rahmen des Politik-Unterrichtes an zahlreichen Schulen und in mehreren Jugendclubs und Vereinen. Mehrere Organisationen hatten sich zusammengeschlossen, um die Wahl zu organisieren. Am Freitagnachmittag wurde dann ausgezählt. Gewählt wurden nur Bürgermeister und Landrat, nicht der Stadtrat oder Kreistag.

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Bei den Wahlen zum Landrat im Kreis Paderborn wäre eine Stichwahl erforderlich. Landratskandidat Christoph Rüther müsste sich der Grünen-Kandidatin Norika Creuzmann in der Stichwahl stellen. Der SPD-Kandidat Wolfgang Weigel käme knapp dahinter auf die drittmeisten Stimmen. Aber: Mit 42 Prozent hat die CDU einen stabilen Vorsprung.

Auch bei der Bürgermeisterwahl in Bad Wünnenberg würde es ebenfalls zur Stichwahl zwischen Christian Carl (CDU) und Nadine Dubberke von den Grünen kommen. Hier liegen die Ergebnisse aber viel näher beieinander als zur Wahl des Landrates. Dicht hinter den Grünen liegen SPD und FDP mit ihren Kandidaten. Um Platz zwei gibt es ein wahrtes Kopf-an Kopf-Rennen. Die Aussagekraft der Zahlen ist mit nur 33 Wahlteilnehmern aber eher gering.

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In Büren wiederrum ist die Sache klar: Amtsinhaber Burkhard Schwuchow überzeugt hier auch die jungen Wähler und kommt auf 64 Prozent – ganz klarer Wahlsieg. Die drei anderen Kandidaten liegen weit abgeschlagen. Lediglich Reinhard Bonke von der BfB überzeugt mit 19 Prozent einige Wähler – aber weiterhin weit hinter Schwuchow, der fast zwei Drittel der Stimmen auf sich vereint.

In Salzkotten tritt Amtsinhaber Ulrich Berger gegen den AfD-Kandidaten Günter Koch an und würde eindeutig gewinnen: Alle Stimmen gehen an die CDU-Kandidat, die AfD würde komplett leer ausgehen. Auch hier sei aber die geringe Zahl der Stimmen beachtet: Nur 44 Jugendliche nahmen an der Wahl teil.

In Delbrück schafft die FDP einen Achtungserfolg mit einem Drittel der Stimmen. Für die Stichwahl reicht es jedoch nicht: Amtsinhaber Werner Peitz, der parteilos antritt, aber von der CDU unterstützt wird, vereint 57 Prozent der Stimmen auf sich und könnte ohne Stichwahl weitere fünf Jahre im Amt bleiben.

Als Wahlprognose taugt das Ergebnis sicher nicht. Allerdings zeigt es eindeutig, dass die CDU sich auch bei jungen Wählern durchsetzen kann. Das sind zumindest für Christdemokraten gute Vorzeichen für die Wahl am 13. September. Die bei jungen Wähler traditionell sehr starken Grünen wiederum treten in der U16-Wahl schwächer auf als erwartet.

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