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Schwestern bei ihrem Hilfsprojekt in Rumänien
Foto: Franziskanerinnen Salzkotten (Archivfoto)
Schwester M. Hiltrud Wacker, hier in einem der sozialen Brennpunkte von Caransebes, ist mit ihren sechs rumänischen Mitschwestern derzeit von einer Ausgangssperre in Rumänien betroffen.
Salzkotten

Trotz Corona: Missionare sind zurück in Salzkotten, aber Schwestern bleiben vor Ort

Montag, 30. März 2020 von NR Redaktion

Während die freiwilligen Missionare auf Zeit aufgrund der COVID-19-Pandemie alle zurückgeholt wurden, bleiben die deutschen  Ordensschwestern der Franziskanerinnen Salzkotten in Malawi
(Ostafrika) und im rumänischen Caransebes sowie in Temeswar bei den Menschen vor Ort.

Alle Schwestern sind aktuell gesund und berichten in E-Mails an das Mutterhaus von der Lage in den beiden Ländern. „Uns ist klar, dass wir in dieser Situation für die Menschen hier da sein müssen und das auch von Herzen gerne möchten“, schreibt Schwester M. Veronika Engelmann aus Madisi.

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Aktuell ist Malawi noch vergleichsweise schwach von der Pandemie betroffen. Die Behörden verordneten aber Maßnahmen gegen eine Ausbreitung der Infektionen und haben die sofortige Schließung aller Schulen, Kindergärten, Universitäten sowie aller Ausbildungsstätten angeordnet. Davon betroffen sind auch der Kindergarten und die Schule für Aidswaisen der Franziskanerinnen.

Versammlungen mit mehr als 100 Personen sind aktuell verboten. In den Gemeinden werden Gottesdienste, Prozessionen, Pfarrveranstaltungen und Chorproben bald abgesagt. „Lebensmittel haben wir in der vergangenen Woche genug eingekauft und wir werden in Ruhe, aber mit aller Vorsicht die Entwicklung im Land beobachten“, berichtet Schwester M. Veronika, die dort mit Schwester M. Klara Lüers und den indonesischen Schwestern M. Raynelda und Schwester M. Flaviana in einer Kommunität lebt.

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Schwester M. Klara Lüers (links) und Schwester M. Veronika
Engelmann (rechts) sind als deutsche Ordensschwestern weiterhin bei den
Menschen in dem Ort Madisi in Malawi, hier mit älteren Schülerinnen.
Foto: Franziskanerinnen Salzkotten /Archiv

In Rumänien gilt aufgrund von COVID-19 inzwischen eine weitgehende Ausgangssperre, die durch eine Militärverordnung geregelt ist. Schulen und Kindergärten, darunter auch der Kindergarten der Franziskanerinnen, sind schon seit zwei Wochen geschlossen. „Wir sind – Gott sei Dank – gut mit Lebensmitteln versorgt, so dass wir uns darüber keine Gedanken machen müssen“, schreibt Schwester M. Hiltrud Wacker aus Caransebes. Eine Schwester, die bei der Caritas arbeitet, lebt inzwischen aufgrund erhöhter Infektionsgefahr innerhalb des Hauses getrennt von der Gemeinschaft.

Ein großer Mangel herrscht an Desinfektionsmitteln und Handschuhen. Das
erschwert die Arbeit der Sozialstation, deren Mitarbeiter alte und kranke Menschen versorgen. „Wir desinfizieren mit Spiritus und haben Tuica, einen regionalen Schnaps, von Bekannten angefragt, um damit weiterzuarbeiten“, berichtet Schwester M. Hiltrud.

Öffentliche Gottesdienste sind in Rumänien derzeit ebenfalls verboten und
abgesagt. Außer Schwester M. Hiltrud gehören sechs rumänische Schwestern, davon zwei in Temeswar, zur Gemeinschaft der Franziskanerinnen FCJM in Rumänien. Vom spirituellen Leben in der Kommunität berichtet Schwester M. Hiltrud: „Wir beten gemeinsam den Rosenkranz für alle Menschen, besonders auch für die Kongregation, in dieser Zeit. In unserer Kapelle beten wir den Kreuzweg für alle Bedrängten.“

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