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Geseke

Tierheime in der Region sind in großer Not und haben eine wichtige Bitte

Freitag, 27. März 2020 von NR Redaktion

Das Tierheim Lippstadt rechnet mit einer verstärkten Neuaufnahme von Tieren von Corona-Patienten. Gleichzeitig gehen die Vermittlungen zurück, auch weil das Tierheim zur Sicherheit der Tierpfleger seine Pforten für Besucher und leider auch für die ehrenamtlichen Helfer schließen musste.

Weil zudem davon auszugehen ist, dass die Spenden einbrechen werden, steht das Tierheim vor großen Herausforderungen. Das Tierheim in Lippstadt ist unter anderem für die Kommunen Büren und Geseke zuständig. Delbrück, Salzkotten und Bad Wünnenberg fallen in die Zuständigkeit des Paderborner Tierheims.

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„Wer unter Quarantäne steht, darf auch mit seinem Hund nicht mehr nach Draußen zum Gassigehen – daher sollten Tierhalter möglichst jetzt schon vorsorgen und Nachbarn oder Freunde für den Fall der Fälle um Hilfe bitten“, rät Sabine Mann, Vorsitzende des Tierschutzvereins Lippstadt und Umgebung e. V. „Da die Gefahr besteht, dass viele Menschen noch erkranken oder sich in Quarantäne begeben müssen, bereiten wir uns aber so gut es geht auch auf die Aufnahme neuer Tiere vor.“

Problematisch wird neben den möglichen Neuaufnahmen von Tieren vor allem die erschwerte Vermittlung. Das Tierheim Lippstadt ist für Besucher geschlossen. Diese können höchstens zu fest ausgemachten Einzelterminen ins Tierheim kommen, wenn sie die feste Absicht haben, ein Tier aufzunehmen.

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Schweren Herzens wird das Tierheim voraussichtlich auch den für Muttertag geplanten Aktionssonntag mit Cafeteria und Trödel absagen müssen. Statt mit Veranstaltungen und Aktionen Spenden einzusammeln, auf die das Tierheim angewiesen ist, werden also vermutlich bald mehr Tiere als sonst zu versorgen sein.

„Wir stehen natürlich trotzdem für alle Tiere in Not und ihre Halter ein und versuchen zu helfen, wo wir können“, so Sabine Mann. „Wir wissen, dass auch viele andere Menschen gerade Angst um ihre Gesundheit haben und die Corona-Krise zudem finanzielle Probleme mit sich bringt. Trotz der bedrückenden Lage hoffen wir natürlich weiterhin auf die Unterstützung von Tierfreunden. Wir finanzieren den Tierheimbetrieb größtenteils aus Geld- und Zeitspenden, die Sorgen sind groß.“

Kein Hinweis auf Übertragung durch Haustiere

Die Tierschützer weisen ausdrücklich darauf hin, dass es keine konkreten Hinweise dafür gibt, dass Tiere das aktuell kursierende Corona-Virus übertragen oder selbst erkranken können. „Leider hält sich dieses Gerücht weiterhin und stellt damit auch eine Belastung für die Tierheime dar, wenn besorgte Menschen in Erwägung ziehen, ihre Tiere vorsorglich abzugeben. Dafür gibt es keinen Grund“, betont Sabine Mann.

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