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Symbolfoto des Bankenverbands
Foto: Bankenverband (Symbolfoto)
Wieder waren die Täter mit dem Enkeltrick erfolgreich.
NR-Land

Täter erbeuten fast 10.000 Euro mit Enkeltrick

Dienstag, 14. Januar 2020 von Franz Purucker / Polizei Paderborn

Zwei Mal hat die Polizei letzte Woche vor Betrügern mit dem sogenannten Enkeltrick gewarnt. Doch wieder haben Betrüger ein Opfer gefunden. Bereits am Donnerstag letzter Woche hat eine Seniorin mehrere tausend Euro an einen Täter, angeblich ein Bekannter ihres Neffen, übergeben.

„Hallo, rate mal wer hier ist“, so oder so ähnlich starten die Täter ihr Telefonat und bekommen oftmals die Antwort, die sie für ihr kriminelles Vorhaben dringend benötigen. „Andreas? Bis du das?“, fragt der oder die Angerufene. Der Name ist hier frei erfunden – aber wenn der Name des echten Neffen, Enkels, Nichte, Sohn, Tochter etc. genannt wird, haben die Betrüger das Heft in der Hand, denn wer lässt die jungen Angehörigen schon im Stich.

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Im Fall aus der letzten Woche war es der angebliche Neffe, der bei einem Notartermin sofort Geld hinterlegen müsste, fast 10.000 Euro. Soviel hatte das Opfer nicht daheim. Aber der „Neffe“ blieb hartnäckig und rief mehrmals an, mit unterdrückter Nummer. Selbst die Handynummer hatte er seinem Opfer entlockt.

So fuhr die Frau zur Bank und hob mehrere tausend Euro ab. Sie war mit dem Geld kaum zu Hause, da kam ein neues Telefonat vom „Neffen“ und ein fremder Mann klingelte an der Haustür. Er könne nicht selber kommen, so der Täter. Er habe deswegen einen Bekannten geschickt, der das Geld abholen soll.

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Ohne jeglichen Wortwechsel mit dem Fremden übergab ihm die Seniorin einen Umschlag mit den Euroscheinen. Abends rief die Frau ihren echten Neffen unter dessen Telefonnummer an und der Betrug flog auf. Am Freitagnachmittag erstattete die Frau Anzeige.

Die Täter sind dreist, hartnäckig und setzen ihre Opfer regelrecht unter Druck.

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