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Familie aus Mutter, Vater und Kind
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Nach der neuen Definition ist es ausreichen, wenn Mutter oder Vater zur kritischen Infrastruktur zählt und eine anderweitige Betreuung nicht möglich ist.
NR-Land

Land regelt Notbetreuung neu: Ein Elternteil in „kritischer Infrastruktur“ reicht

Samstag, 21. März 2020 von Franz Purucker

Kita und Schulen sind geschlossen. Um das öffentliche Leben am Laufen zu halten, gibt es für Schlüsselpersonen der „kritischen Infrastruktur“ eine Notbetreuung. Bislang mussten aber beide Elternteile dazu zählen. Das ändert sich nun.

Ab Montag, 23. März, gilt jeder als anspruchsberechtigt, der zur kritischen Infrastruktur zählt und eine Bescheinigung des Arbeitgebers zur Unabkömmlichkeit vorlegen kann. Neu: Dies gilt jetzt unabhängig
von der familiären Situation. 

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Weiter heißt es in der neuen Verordnung, dass dies immer dann der Fall sein soll, wenn die Betreuung nicht anderweitig verantwortungsvoll – entsprechend der Empfehlungen des RKI – organisiert
werden kann.

Es reicht damit, wenn von einem Elternteil eine entsprechende Bescheinigung vorlegt wird, es müssen nicht länger von beiden Elternteilen Bescheinigungen vorgelegt werden. Der Betreuung soll von der Einrichtungen oder Kindertagespflegestelle sichergestellt werden, die das Kind auch so besucht hätte.

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Ebenfalls neu: Ab dem Wochenende vom 28./29. März soll eine Notbetreuung auch am Wochenende sichergestellt werden. Aktuell ist dies nur vereinzelt der Fall.

Wenig Betreuungfälle im NR-Land

Im NR-Land nutzen aktuell nur sehr wenige die Notbetreuung: In Geseke werden in der Grundschule St. Marien drei Kinder notbetreut, in Salzkotten sind es neun Kinder in den Schulen und sieben Kinder in den Kitas.

In den städtischen Kitas in Büren werden derzeit zwei Kinder betreut. In den städtischen Grundschulen im Stadtgebiet werden derzeit zwölf und in der Gesamtschule ein Kind betreut. Für Delbrück und Bad Wünnenberg liegen keine konkreten Zahlen vor. Es ist von „vereinzelter Nutzung“ die Rede.

Wer zählt zur kritischen Infrastruktur?

Zur „kritischen Infrastruktur“ zählen auch Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr sowie Erzieher und Tagesmütter, die selbst Kinder im Rahmen der Notbetreuung beaufsichtigen. Auch Physiotherapeuten, Zahnärzte und Psychologen werden nun ausdrücklich zur „kritischen Infrastruktur“ gezählt.

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