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Pressefoto von Keolis/Eurobahn
Foto: Keolis Eurobahn
Salzkotten / Geseke

Streiks der Eurobahn haben begonnen

Montag, 9. Dezember 2019 von Franz Purucker

Heute Morgen hat der von der Gewerkschaft EVG angekünftigte Streik bei den Lokführern begonnen. Es kommt zu Ausfällen im Nahverkehr, die sich laut Gewerkschaft über das gesamte Netz ziehen. Auch die Strecke durchs NR-Land ist betroffen.

„Leider hat uns die Geschäftsleitung bis zur Stunde kein verhandlungsfähiges Angebot vorgelegt. Das hat zur Folge, dass wir unseren berechtigten Forderungen nun – wie angekündigt – mit einem entschlossenen Arbeitskampf Nachdruck verleihen werden“, sagte Cosima Ingenschay. Die Auswirkungen des EVG-Streiks würden im gesamten Netz von Keolis/eurobahn spürbar sein. Die Verantwortung dafür trage die Geschäftsleitung von Keolis/eurobahn.

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Die streikenden Mitarbeiter der Eurobahn vor einem Bahnhof. Foto: EVG

Die EVG fordert für die Beschäftigten unter anderem 7,5 Prozent mehr Lohn sowie die Erhöhung der arbeitgeberfinanzierten betrieblichen Altersvorsorge.

Einen Ausfall gab es auch auf der Strecke durchs NR-Land mit Halt in Ehringhausen, Geseke, Salzkotten und Scharmede. Die Fahrt um 8.21 Uhr ab Paderborn fiel streikbedingt aus, so Keolis-Sprecherin Nicole Pizzuti auf NR-Anfrage. Weitere Ausfälle sind aktuell nicht bekannt. „Das kann natürlich noch Fahrt aufnehmen“, so die Sprecherin. Außerdem fielen Zügen zwischen Münster und Bielefeld aus.

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Große Auswirkungen hatte der Streik vor allem zwischen Bielefeld und dem Kreis Lippe. So sind acht Züge der Linie RB 73 (Bielefeld-Lemgo) ausgefallen. Teilweise wurde ein Busersatzverkehr eingerichtet.

Infos zur Lage in der Region gibt es beim Klick auf die Abfahrts- und Ankunftstafeln der Region:

Gibt es für Betroffene Geld zurück?

Auch im Streik gelten die Fahrgastrechte im Eisenbahnverkehr. Betroffene erhalten bei Verspätungen – auch durch Streik – anteilig ihr Geld zurück. Entscheidend ist, wie hoch die Verspätung am Zielbahnhof ist. Bei mehr als 60 Minuten verspäteter Ankunft gibt es 25 Prozent des Reisepreises zurück, bei mehr als 120 Minuten 50 Prozent.

Inhaber von Monatskarten erhalten eine pauschale Entschädigung von 1,50 Euro (2. Klasse) bzw. 2,25 Euro (1. Klasse). Für Zeitkarten im Fernverkehr gibt es pauschal 5 Euro (2. Klasse) bzw. 7,50 Euro (1. Klasse). Inhaber der Bahncard 100 erhalten 10 Euro (2. Klasse) bzw. 15 Euro (1. Klasse).

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Hier geht es zum Fahrgastrechteformular der Bahn, dass auch für Fahrten der Eurobahn verwendet werden kann.

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