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NR-Land

Straßen NRW gedenkt tödlich verunfallten Arbeitern: Auch im NR-Land gab es einen Fall

Donnerstag, 19. November 2020 von NR Redaktion

Den 17 Juni dieses Jahren werden die Mitarbeiter von Straßen.NRW- nicht mehr vergessen: Ihr Kollege verunglückte bei Vermessungsarbeiten auf der A3 tödlich. Der 22-Jährige arbeitete auf dem Seitenstreifen, als ein Lastwagenfahrer die abgesicherte Baustelle übersah. Zum Buß- und Bettag gedachten die Mitarbeiter allen verstorbenen Kollegen – darunter auch einem aus Bad Wünnenberg.

In der Regel findet der Gedenk-Gottesdienst im Schatten der hohen Bäume an der der Autobahnkapelle St. Antonius in Gescher statt. Dies geht wegen Corona dieses Jahr allerdings nicht. Stattdessen wurde ein stilles Gedenken durch jeden einzelnen durchgeführt.

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Allerdings besuchte die Familie des im Sommer verunglückten Vermessungstechnikers gemeinsam mit NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst und Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser das Mahnmal und legte an der Gedenkstätte einen Kranz nieder.

Ein nüchterner Blick auf die Statistik: 547 „fremdverschuldete Unfälle mit Personenschaden“ – wie es in der Statistik heißt – hat es seit 1993 bei Straßen.NRW gegeben. Hinter dieser Zahl stehen Menschen, die verletzt wurden, die Prellungen oder Frakturen erlitten und die ein Trauma verarbeiten müssen.

Von Januar bis Oktober 2020 hat es neben dem tödlichen Unfall bei Dinslaken sechs weitere Unfälle gegeben, bei denen Mitarbeiter von Straßen.NRW durch Verkehrsteilnehmer verletzt wurden. Der Fall von der A3 in diesem Jahr war der 20. tödliche Unfall eines Straßen.NRW-Mitarbeiters seit 1993. Im Paderborner Land gab es 1998 einen Unfall auf der A44 im Kreuz Wünnenberg-Haaren, bei dem ein Straßenwärter tödlich verletzt wurde.

Straßenwärter sind täglich im Dienst der Sicherheit unterwegs. Sie haben von der Autobahn bis zur Kreisstraße Strecken im Blick, sichern Gefahrenstellen ab und reparieren Schäden. Bei Unfällen sperren sie Fahrbahnen und sorgen anschließend für die Reinigung.

Im Winter sind sie als erste auf der Straße, um sie von Schnee und Eis zu befreien. Straßenwärter sorgen dafür, dass der Verkehr läuft. „Und dafür verdienen sie Anerkennung und Respekt“, betont Straßen.NRW-Direktor Kaiser. Wer einmal bei Regen oder Dunkelheit die Arbeiten zum Beispiel auf der Autobahn begleitet habe, gehe sofort vom Gas, wenn die orangefarbenen Blinklichter der Einsatzfahrzeuge auftauchten.

„Diese Umsicht zeigen aber leider nicht alle Verkehrsteilnehmer“, weiß Kaiser. Stattdessen komme es immer wieder vor, dass die Männer und Frauen beschimpft würden. „Jeder sollte sich klar machen, dass diese Menschen für die Sicherheit aller auf den Straßen unterwegs sind.“

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