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Pressefoto von Keolis/Eurobahn
Foto: Keolis Deutschland / Eurobahn
NR-Land

Halten im NR-Land bald länger keine Züge mehr?

Dienstag, 3. Dezember 2019 von Franz Purucker

In Geseke und Salzkotten könnte bald für mehrere Tage oder gar Wochen kein einziger Zug mehr halten. Der Grund: Aktuell werden diese Bahnhöfe ausschließlich von den Züge der Eurobahn vom Betreiber Keolis angefahren. Zwischen diesem und der Eisenbahnverkehrsgewerkschaft (EVG) gibt es Streit. Nun soll es Streiks geben.

In einer Urabstimmung in Hamm haben sich 94 Prozent der Beschäftigten für einen unbefristeten Streik ausgesprochen. Das sagte die für Streikmaßnahmen zuständige Bundesgeschäftsführerin, Cosima Ingenschay, nach Auszählung aller Stimmen in Hamm.

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Die EVG will für die bei ihr organisierten Mitglieder die Anwendung des EVG-Tarifvertrages durchsetzen. Die Eurobahn ist eine Marke der Keolis Deutschland, die wiederum eine Tochterfirma der französischen Staatsbahn SNCF ist.

Die Eurobahn fährt unter anderem von Münster nach Paderborn über Lippstadt, Geseke, Salzkotten und Scharmede. Die schnellen Intercity-Züge der Deutschen Bahn und der Rhein-Ruhr-Express (RRX) fahren zwar durchs NR-Land halten dort aber nicht.

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Die Bundesgeschäftsführerin kritisierte in diesem Zusammenhang, dass Keolis/eurobahn einen Tarifvertrag gekündigt habe, der den EVG-Mitgliedern die Inanspruchnahme von Leistungen des Fonds soziale Sicherung ermöglicht hatte. „Ein besonderer Unfallschutz, die Förderung von Bildungsmaßnahmen oder die Teilnahme an einer Gesundheitswoche sind nun nicht mehr möglich, das ist ein bislang einmaliger Vorgang, der nicht als vertrauensbildend bezeichnet werden kann“, erklärte sie.

Die Verantwortung für die drohenden Steikmaßnahmen trage insofern allein die Geschäftsführung von Keolis/eurobahn, die sehenden Auges – ausgerechnet in der sowieso schon hektischen Vorweihnachtszeit – Verspätungen und Zugausfälle in Kauf nehme.

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