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Vorstandsmitglied Bernd Marx (l.) und der Vorstandsvorsitzender Meinolf Schiedermeier (r.) stellten den Jahresabschluss der Sparkasse Geseke vor.Foto: Sparkasse Geseke
Foto: Sparkasse Geseke
Vorstandsmitglied Bernd Marx (l.) und der Vorstandsvorsitzender Meinolf Schiedermeier (r.) stellten den Jahresabschluss der Sparkasse Geseke vor.
Geseke

Sparkassen-Bilanz zeigt: Geseker horten Geld auf ihren Konten

Sonntag, 28. März 2021 von Franz Purucker

Die Corona-Pandemie prägt auch die Sparkasse Geseke, die nun ihren Jahresabschluss vorgestellt hat. Als Grundversorger sind die Kreditinstitute nur indirekt selbst vom Lockdown betroffen, erleben die Sorgen und Probleme der eigenen Kunden jedoch mit.

Weniger Möglichkeiten, Geld auszugeben, sorgten dafür, dass die Gesekerinnen und Geseker nun mehr Geld auf ihrem Konten haben als sonst: Die Kundeneinlagen stiegen um 20,8 Prozent auf 143,3 Millionen Euro an.

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Für die Sparkasse ist das problematisch, denn durch die Niedrigzinsphase am Markt lässt sich damit kein Geld verdienen. „Die momentane Situation am Kapitalmarkt lässt jede Hoffnung in steigende Zinsen im Keim ersticken, sodass auch wir im Jahr 2021 Gespräche mit unseren Kunden über Verwahrentgelte führen müssen“, sagte Vorstand Bernd Marx: Negativ-Zinsen werden also kommen.

Gleichzeitig stiegen aber auch die Kundenkredite um 7,4 Prozent auf 243,6 Millionen Euro. 13,2 Millionen Euro wurden an Firmenkunden ausgezahlt, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. 53 Mal wurden Förderkredite mit einem Volumen von 5,6 Millionen Euro vergeben. Zahlreiche Tilgungsaussetzungen wurden mit Privat- und Firmenkunden vereinbart. „Unser wichtigstes Ziel ist es daher, möglichst allen Unternehmen durch die Krise zu helfen.“

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13,2 Millionen Euro an Firmenkunden aus, fast doppelt soviel wie im Vorjahr. Die meisten Kunden verfügen jedoch über ausreichend Liquiditätsreserven, so die Sparkasse, die sich trotzdem auf mögliche Kreditausfälle eingestellt. Das wirtschaftliche Eigenkapital der Sparkasse wird mit 31,8 Mio. Euro ausgewiesen.

Viele Privatkunden nutzten die niedrigen Zinsen. So wurden 5,1 Millionen Euro für Konsumkredite und 21,4 Millionen Euro für den Wohnungsbau aufgenommen, wobei auch die Vermarktung des Baugebiets am Hölter Grund hineinspielte.

Beim Wertpapiergeschäft macht sich der Corona-bedingte Dax-Crash (minus 30 Prozent) bemerkbar: Zu Jahresbeginn lag der Bestand bei 59,8 Millionen Euro, sank zwischenzeitlich unter 53 Millionen und erreichte zum Jahresende – auch dank neuer Einzahlungen – 66,3 Millionen Euro.

Insgesamt weist die Sparkasse, die der Stadt Geseke gehört, einen Gewinn von 245.000 Euro aus, etwas mehr als im Vorjahr (227.000 Euro).

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