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Schüler beim Home Schooling vor ihrem Computer
Foto: privat
Meira Zameit bei der Schule im Home Office: Aufgaben ihrer Lehrer bearbeitet sie am Computer.
Thema der Woche

So werden die Schüler aktuell im „Home Schooling“ unterrichtet

Dienstag, 21. April 2020 von Franz Purucker

Pünktlich um 9 Uhr fährt die neunjährige Meira Zameit aus Büren den Computer hoch, und startet die Lern-App Anton. Die meisten Arbeitsmaterialien ihrer Grundschule – der Josefschule in Büren – werden per E-Mail, übermittelt. Der Stundenplan ist durchgetaktet: Deutsch, Mathe und Sachkundeunterricht stehen bei der Grundschülerin jeden Tag auf der Aufgabenliste.

Ihr 14-jähriger Bruder Milian besucht eigentlich das Mauritiusgymnasium, wird aber wie seine Schwester aktuell am Computer unterrichtet. So wie den beiden Bürenern geht es vielen Schülern im NR-Land. Außer in den Osterferien, die am Freitag endeten, gibt es für die Schüler jede Woche einiges zu tun. Mutter Nicole Zameit findet den Lernstoff „ambitioniert“. Immer wieder unterstützt sie ihre Kinder, muss aber „nebenbei“ weiter arbeiten. Die Klagen über zu viele Aufgaben kennt auch Katrin Spotowski, Schulleiterin des Gymnasiums Eringerfeld: „Es fehlt ein Stückweit die Gruppenmotivation. Außerdem empfinden viele Schüler zu Hause alte Inhalte als neu.“

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Die Schulen in Eringerfeld setzen deshalb auf zwei Komponenten: Bereits vor der Corona-Pandemie gab es ein sogenanntes digitales Klassenbuch, auf das auf Wunsch auch die Eltern Zugriff haben. Hier finden sich Hausaufgaben, Noten, aber auch Anmerkungen der Lehrer sowie nun auch Aufgabenblätter für zu Hause.

Neu dazugekommen ist der Unterricht im Livestream, der hier über die Videosoftware „Zoom“ stattfindet. Die ersten Erfahrungen: „Viele Schüler freuen sich, ihren Klassenlehrer und vor allem ihre Mitschüler wiederzusehen“, berichtet Tobias Temme, Lehrer an der Realschule Eringerfeld. Aber: Der digitale Unterricht bringt auch Probleme mit sich, insbesondere bei Schülern aus sozial schwachen Elternhäusern. 

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Welche das sind, wie aktuell Schulnoten vergeben werden und welche Vorbereitungen für die Eröffnung am 23. April getroffen werden müssen, lesen Sie auf der nächsten Seite. Außerdem berichten wir, was die Abiturienten gerade besonders schmerzt.

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