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Foto: Evangelische Kirchengemeinde Lippstadt
Die Gottesdienste wie hier in der Jakobikirche werden weitgehend leer bleiben.
Umland (Raum Lippstadt)

So sieht der Gottesdienst zu Ostern in diesem Jahr aus

Mittwoch, 8. April 2020 von NR Redaktion

Ostern gehört neben Weihnachten und Pfingsten zu den wichtigsten christlichen Festen. Angesichts der Corona-Pandemie müssen die Gottesdienste dazu jedoch ausfallen. Ganz darauf verzichten müssen die Gläubigen aber nicht – so wie sonst, ist es aber eben auch nicht.

An Karfreitag ist Jesus gestorben. Das Vertrauen der Jünger wurde dadurch tief erschüttert. Ein Blick in unsere Welt zeigt, dass Sorgen und Zuversicht, Tod und Leben auch heute noch ganz nah beieinander liegen. Doch Jesus hat den Tod überwunden. Davon erzählt die Bibel. An Ostern feiern die christlichen Kirchen das Geschenk des neuen Lebens.

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In diesem Jahr geschieht dies ohne festliche Gottesdienste. Die Kirchen bleiben wegen der Maßnahmen zum Schutz vor Corona für Versammlungen geschlossen. Doch auf das Feiern müssen Christen in Lippstadt und darüber hinaus nicht verzichten. Eine Hilfe sind dabei die Angebote der Evangelischen Kirchengemeinde, die den Menschen auch in Zeiten des Kontaktverbots nahe sein will.

In den Tagen vor Ostern hat jeder evangelische Haushalt in Lippstadt eine Grußkarte bekommen. Über 8.000 dieser Karten wurden verschickt. An Ostersonntag werden in ökumenischer Verbundenheit um 9.30 Uhr die Kirchenglocken läuten. Ihr Klang trägt die österliche Freude in jedes Haus und in jede Wohnung. Um 10.15 Uhr findet die Mitmachaktion „Ostern vom Balkon“ statt.

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Musik vom Band und Videoandachten der Pfarrer

Der alte Choral „Christ ist erstanden“ soll aus offenen Fenstern und Türen, von Balkonen und aus Gärten erklingen. Wer kein eigenes Instrument hat oder nicht selbst singen möchte, kann sich auf der Internetseite der Gemeinde eine MP3 Datei herunterladen.

Der Oster-Klassiker kann so auf der eigenen Stereoanalage bei weit geöffneten Fenstern laut abgespielt werden. Kantor Roger Bretthauer hat den Choral auf der Orgel der Marienkirche eingespielt. Auf der Homepage der Kirchengemeinde findet man auch die entsprechenden Noten zum Download.

An die Stelle der Gottesdienste treten Videoandachten, die Pfarrerinnen und Pfarrer in der Jakobikirche aufgenommen haben. An Gründonnerstag wird Pfarrer Dr. Roland Hosselmann an das letzte Abendmahl erinnern. Karfreitag rückt Pfarrer Christoph Peters die Kreuzigung Jesu in den Mittelpunkt der Andacht. An Ostersonntag wird Vikarin Mathea Dieker die Freude über die Auferstehung Jesu verkünden.

Für Ostermontag hat Pfarrerin Lilo Peters eine Andacht für Kinder vorbereitet. Die Andachten sind an den jeweiligen Tagen ab 10 Uhr auf der Internetseite oder dem YouTube-Kanal der Kirchengemeinde abrufbar. In den letzten drei Wochen haben wöchentlich durchschnittlich 300 Personen dieses Angebot wahrgenommen.

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„Videoandachten, Mal-Aktionen oder Flashmobs sind natürlich kein Ersatz dafür, Gottesdienst zu feiern und so miteinander die besondere Stimmung der einzelnen Feiertage zu erleben. Aber sie stärken unser Bewusstsein, nicht alleine zu sein. Damit schließt sich auch der Kreis zu den Ostererzählungen der Bibel. Auch hier fühlten sich die Jünger Jesu zunächst verlassen.

Aber am dritten Tag öffnete sich ihr Blick auf ein Leben in Gemeinschaft und mit Gott“, fasst Pfarrer Thomas Hartmann die Planungen für die kommenden Feiertage zusammen.

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