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NR-Land

So könnte das Leben wieder hochgefahren werden

Dienstag, 7. April 2020 von NR Redaktion

Die Stimmen eines schnellen Endes des Shut-Downs von Seiten der Wirtschaft werden immer lauter. Die Österreicher haben bereits einen Plan vorgelegt. Doch wie könnte so etwas in Deutschland aussehen? Der Europa-Abgeordnete Peter Liese aus Südwestfalen hat sich darüber Gedanken gemacht.

„Ich bin aber leider davon überzeugt, dass es nicht möglich ist, einen nennenswerten Teil der Einrichtungen wie Schulen, Universitäten und Geschäfte wieder normal zu öffnen, ohne dass wir zehntausende von Toten in Deutschland beklagen müssten.“ so Liese.

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„Der Blick auf Italien und noch mehr auf Spanien sollte ein warnendes Beispiel für alle sein die glauben, die Gefahr durch das Coronavirus werde im Moment überschätzt. Insbesondere in Spanien ist die Situation dramatisch, obwohl dies vor 3-4 Wochen noch niemand erwartet hat“, so der südwestfälische CDU-Europaabgeordnete und gesundheitspolitische Sprecher der größten Fraktion im Europäischen Parlament (EVP-Christdemokraten), der daher eine kluge Strategie fordert

Drei Punkte sind für ihn wichtig, um das Leben wieder hochfahren zu können:

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1. Noch mehr auf Abstand achten

„Erstens, in den Bereichen, wo jetzt noch gearbeitet werden darf und weitergearbeitet wird, muss noch stärker als bisher, auf Abstand und Schutz geachtet werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass Arbeitnehmer ein Recht darauf haben,nicht nur am eigentlichen Arbeitsplatz, sondern auch in Aufenthaltsräumen und Umkleideräumen genügend Abstand einzuhalten“, so der Arzt.

2. Handel öffnen, aber unter Bedingungen

„Zweitens, wir können, wenn überhaupt, nur schrittweise und nach und nach bestimmte Geschäfte wiederöffnen, wenn klare Regeln zum Abstand und zu Hygiene überall streng umgesetzt werden“, so Liese.

3. Nutzung einer Corona-App

„Drittens, nur, wenn mindestens 60 Prozent der Bevölkerung eine App nutzen, mit der sie sofort gewarnt werden, falls Sie Kontakt mit einem Corona-positiv getesteten Patienten haben, ist eine teilweise Normalisierung des öffentlichen Lebens möglich“, argumentiert der Abgeordnete.

„Das heißt nicht, dass man die App vorschreiben kann, aber es gibt nach meiner festen Überzeugung nur drei Alternativen; 1. Zehntausende von Toten, auch in Deutschland; 2. ein kompletter wirtschaftlicher Kollaps oder; 3.eine Nutzung der App. Ich hoffe, dass die Menschen das einsehen und sie freiwillig nutzen.“

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Falls nicht, hält er auch eine Verpflichtung für vertretbar. Selbstverständlich gab es ernst zu nehmende Bedenken, aber ernst zu nehmende Bedenken gab es auch gegen die Schließung von Schulen, gegen die Schließung von Kirchen und Geschäften. Ich habe in der Corona-Krise vor allen Dingen eines gelernt: Sag niemals nie!“, so Liese abschließend.

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