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Ein Polizist bei einer Geschwindigkeitskontrolle
Bad Wünnenberg

So jagd die Polizei Raser an der B1 bei Salzkotten

Sonntag, 26. November 2017 von NR Redaktion

In bis zu 1.000 Metern Entfernung können die Beamten der Paderborner Polizei Raser ertappen. Doch bei der Kontrolle an der B1 gibt es für manchen Fahrer eine unerfreuliche Überraschung.

Den berühmten roten Blitz sehen Autofahrer, die von Polizeihauptkommissar Christoph Klein und seinen Kollegen beim Rasen ertappt werden, nicht. Das moderne Lasermessgerät funktioniert wie ein funktionales Fernglas. Ein Polizist steht mit dem Messgerät auf einer Brücke, hat den Verkehr genau im Blick. In bis zu 1.000 Meter Entfernung lassen sich von hier aus die Geschwindigkeiten ermitteln.

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Das sechsköpfige Team vom Verkehrsdienst des Kreises Paderborn hat sich auf der Landstraße 776 einen Kontrollpunkt auf einer Autobahnbrücke gesucht. „Hier wird sehr oft gerast“, weiß der Beamte. Die vorgeschriebene Höchstgeschwindigkeit ist 100 Kilometer pro Stunde. Die zweispurigen Abschnitte laden zum Gas geben ein. Es dauert nur wenige Minuten bis der erste Raser ins Netz geht. Über Funk gibt der junge Kollege Kennzeichen, Fahrzeugtyp, Messentfernung und das gemessene Tempo durch.

„Was soll ich sagen. Ja, ich war zu schnell.“

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Seine Kollegen stehen rund 1,2 Kilometer entfernt an einer Parkplatzausfahrt. Mit der roten Kelle wird die Fahrerin herausgewunken. „Ich war mit meinem Kind beim Kinderarzt und wir sind auf dem Nachhauseweg nach Büren.“ Im Auto selbst brüllt ein Kind. Rücksicht können die Beamten darauf nicht nehmen. 19 Kilometer pro Stunde zu schnell, erklärt der Polizist. „Was soll ich sagen? Ja, ich war zu schnell“, gesteht die Frau ein, als der Polizist fragt, ob sie sich zum Tatvorwurf äußern will. Angaben muss sie nicht machen.

Die Fahrerin akzeptiert das Bußgeld und begleicht die 30 Euro Verwarngeld bereitwillig mit ihrer Kreditkarte. Damit ist die Sache erledigt. Bis 55 Euro können vor Ort kassiert werden, für höhere Beträge wird ein Bußgeldverfahren eröffnet – der Bescheid kommt entsprechend später per Post. Oben drauf kommen dann aber noch Verwaltungsgebühren.

Diese wird ein schwarzer Renault-Fahrer zahlen müssen, den die Kollegen wenig später herauswinken – allerdings nicht wegen seines Tempos. Mehr lesen Sie auf der zweiten Seite.

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