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Die geförderten Projekte reichen von Sportangeboten wie hier in Tudorf (von oben nach unten), über Dorfautos - im Bild das E-Mobil in Störmede, Gemeinschaftshäuser - zu sehen ist das Multifunktionshaus Steinhausen - und Projekte wie zum Erhalt von Streuobstwiesen im Paderborner Land. Das letzte Bild zeigt ein Projekt für Suchtkranke in Ringelstein.
Thema der Woche

So fördert die EU das ländliche NR-Land

Sonntag, 7. November 2021 von Franz Purucker

Bürger, die gemeinsam den ländlichen Raum fördern wollen – genau darauf baut die Leader-Förderung auf, die 1991 von der Europäischen Union eingeführt wurde. Aus den Zuschüssen lassen sich Projekte aus der Bürgerschaft mit bis zu zwei Drittel fördern, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Seit 2008 profitieren Vereine, Personen in Büren, Salzkotten und Bad Wünnenberg davon und seit 2016 auch in Geseke. Um diese Förderung weiter zu bekommen, sind nun die Bürger gefragt.

Das DLRG-Schulungszentrum in Büren, der Downhill-Bikepark in Bad Wünnenberg, die Start-up-Unterstützung heder:lab in Salzkotten, das Multifunktionshaus in Büren-Steinhausen, das E-Mobil Störmede und das Dorfzentrum Ehringhausen – was alle diese Projekte gemeinsam haben, ist eine Leader-Förderung – also finanzielle Unterstützung mit Geldern der Europäischen Union.

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Bis dieses Geld fließt, ist es aber ein weiter Weg. Zu allererst muss eine Region überhaupt zur sogenannten Leader-Region werden. Die Städte Büren, Salzkotten und Bad Wünnenberg sowie Borchen und Lichtenau, die alle im Altkreis Büren liegen, arbeiteten bereits seit 2002 als Regionalentwicklungsverein Bürener Land zusammen und schlossen sich für die EU-Förderung zum Verein „Regionalforum Südliches Paderborner Land“ zusammen. Schon 2008 wurden sie Leader-Region und sind aktuell bereits in der dritten Förderperiode.

Wo besteht Förderbedarf?

Die Stadt Geseke hat sich mit vier Städten des Altkreises Lippstadt – nämlich Anröchte, Erwitte, Rüthen und Warstein – zum 5verbund zusammengeschlossen und ist seit 2016 Leader-Region.

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Ende des kommenden Jahres läuft die aktuelle Förderperiode aber für beide Regionen aus. Das heißt: Die Mittel werden für weitere sieben Jahre neu vergeben. Um auch dann weiter Geld aus dem EU-Topf zu bekommen, läuft nun die neue Bewerbungsphase für die Jahre 2023 bis 2027 an.

Regionalmanager im Regionalforum Südliches Paderborner Land und damit zuständig für Anträge aus Büren, Salzkotten und Bad Wünnenberg: Ralf Zumbrock und Uwe Jordan.

Das Land NRW, das letztlich entscheidet, welche Städtebündnisse Leader-Förderregionen werden, möchte genau wissen, warum.

Die Regionalmanager feilen nun quasi an den Bewerbungsunterlagen. „Wir müssen Förderschwerpunkte festlegen“, beschreibt es Pia Weischer, Förderlotsin im 5verbund die Arbeit. In einem Strategieplan wird festgehalten, welchen Förderbedarf die Region hat. Der 5verbund hat seine Auftaktveranstaltung bereits in der vergangenen Woche abgehalten – nun folgen mehrere Workshops. Das Südliche Paderborner Land lädt am Samstag, 13. November, zu ihrer Auftaktveranstaltung um 10 Uhr in die Gemeindehalle Kirchborchen ein.

Regionalmanager im 5verbund und damit zuständig für Anträge aus Geseke: Pia Weischer (links) und Kathrin Hunstig-Bockholt.

Diese Veranstaltungen sind wichtig: „Wir brauchen die kreativen Ideen. Nur die Bevölkerung weiß, wo die Bedarfe sind“, erklärt Ralf Zumbrock, Förderlotse im Regionalforum südlichen Paderborner Land.

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In ganz NRW gibt es aktuell 28 Leader-Regionen und noch viele mehr wollen es werden. Für den 5verbund und für das südliche Paderborner Land geht es um jeweils um 2,8 Millionen Euro für die jeweilige Region.

Welche Projekte gefördert wurden, wie Vereine und Einzelpersonen an die Förderung kommen und wie hoch die Zuschüsse ausfallen, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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