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Foto: Franz Purucker
Thema der Woche

So alltagstauglich sind Elektroautos

Samstag, 23. Februar 2019 von Franz Purucker

Rund 10.000 Kilometer legt der Geschäftsführer der Stadtwerke Geseke jedes Jahr rein elektrisch zurück. Liegen geblieben ist der 48-Jährige mit seinem BMW i3 noch nie. Die Ängste rund um die Elektromobilität kann der Geseker im Wesentlichen nicht nachvollziehen. 

200 bis 220 Kilometer schafft das Auto realistisch. „Das reicht völlig aus. 90 Prozent aller Autofahrten sind unter 100 Kilometern pro Tag“, so der gelernte Bankkaufmann. 

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Sparsamer Verbrauch: 4,50 Euro auf 100 Kilometern

Er selbst fährt mit seinem Wagen regelmäßig dienstlich nach Gelsenkirchen, wo das Auto innerhalb von drei Stunden wieder aufgeladen ist. Auch in seiner Garage hat er eine Ladestation, die das Auto innerhalb von drei Stunden volllädt. CCS-Schnelllader an der Autobahn schaffen das heute bereits in 30 Minuten. Der aktuelle Ladestand lässt sich jederzeit über eine App verfolgen.

Neuere Elektroautos, die trotzdem bezahlbar sind, schaffen inzwischen locker zwischen 300 und 400 Kilometern.

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Kayser überzeugt vor allem das Kostenargument: 18 Kilowattstunden Strom á 0,25 Cent reichen für etwa 100 Kilometer, rechnet der Geseker vor. „Ich fahre für 4,50 Euro auf 100 Kilometern – welcher Benziner oder Diesel schafft das?“ Vor allem bei Wartung und Verschleiß schlägt das Elektroauto den Verbrenner. „Es gibt weder teure Ölwechsel noch Keilriemenwechsel. Lediglich die Bremsen müssen irgendwann getauscht werden, aber viel später als beim Verbrenner.“

Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen, was den Akku lädt und das Auto insbesondere im Stadtverkehr noch sparsamer macht. Standheizung und Klimaanlage haben Elektroautos oft serienmäßig, da es anders als beim Verbrenner keine Abluft vom Motor gibt. Eine Heizung mit Strom ist also sowieso verbaut.

Das Problem: „Das Auto versucht auch bei Minusgraden in kürzester Zeit das Auto aufzuwärmen – was viel Energie braucht. Beim Diesel dauert es aber auch fünf Kilometer, bis der Wagen warm wird. Wer auf das schnelle Aufheizen verzichten kann und den Eco-Modus nutzt, hat auch im Winter kaum Einbußen bei der Reichweite“, so Kayser.

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