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Sieben Thesen hängen an der Tür des Paderborner Doms
Foto: Maria 2.0
Auch der Tür der Salzkottener Kirche haben Aktivisten der Gruppierung Maria 2.0 eine Liste mit sieben Thesen angehängt, in der sie die Reformation der Kirche fordern. Das Bild zeigt die Thesen am Paderborner Dom.
Salzkotten

Sieben Reform-Thesen hängen an Salzkottener Kirchentüren

Sonntag, 28. Februar 2021 von NR Redaktion

Es ist etwa 500 Jahre her, dass Martin Luther mit seinen Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg die Kirche öffentlich an den Pranger stellte. Nun wiederholt sich die Geschichte: Die Reformbewegung Maria 2.0 hängte am letzten Wochenende ihre Thesen für „eine lebendige Kirche“ an Kirchentüren auf – unter anderem in Salzkotten, Verne und am Paderborner Dom.

Mit der bundesweiten Aktion weist die Reformbewegung Maria 2.0 auf die aus ihrer Sicht eklatanten Missstände in der katholischen Kirche hin und untermauert damit ihre Forderungen nach Reformen.
Geschlechtergerechte Kirche gefordert.

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Angemahnt wird eine geschlechtergerechte Kirche mit dem Zugang für alle Menschen zu allen Ämtern. Hohe Kirchenämter können in der katholischen Kirche aktuell nur von Männern besetzt werden, während in der evangelischen Kirche auch Frauen Pfarrerinnen werden können.
Außerdem fordert die Bewegung Aufklärung, Verfolgung und Bekämpfung der Ursachen von sexualisierter Gewalt. Damit sind auch die sexuellen Übergriffe von Pfarrern und Priestern auf Kindern gemeint.

„Darüber hinaus wird eine wertschätzende Haltung gegenüber selbstbestimmter, achtsamer Sexualität eingefordert sowie die Aufhebung des Pflichtzölibats“, heißt es in einer Presseerklärung.

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Der Team wurde von den Initiatoren der Aktion, die anonym bleiben, mit Bedacht gewählt: Aus Sicht der Bewegung „ist es notwendig, dass die Deutsche Bischofskonferenz endlich beginnt, sich ernsthaft mit den in der katholischen Kirche notwendigen Reformen auseinanderzusetzen, und den Willen zu Veränderungen durch Taten bezeugt.

Die Bewegung Maria 2.0 ist eine bundesweit vernetzte Bewegung. Zahlreiche Maria-2.0-Gruppen in verschiedenen Orten machen seit Mai 2019 immer wieder mit unterschiedlichen Aktionen in Kirchengemeinden, Bistümern und häufig auch bundesweit gemeinsam auf ihre Forderungen aufmerksam.

In dieser Woche fand die digitale Vollversammlung der Deutschen Bischöfe statt. Dabei wurde mit Dr. Beate Gilles erstmals eine Frau zur Generalsekretärin gewählt.

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