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Ein Polizei-Hubschrauber fliegt am blauen Himmel.
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Mit einem Polizeihubschrauber
Geseke

SEK verhaftet Geseker, der Daimler erpresst und Steine von Brücken geworfen haben soll

Freitag, 15. Mai 2020 von NR Redaktion

Mit hohem Personalaufwand und modernster Technik ist die Polizei einem 21-jährigen Mann aus Geseke auf die Spur gekommen, der im Verdacht steht, den Autohersteller Daimler erpresst und laut RTL Bitcoints im Wert von 200.000 Euro gefordert zu haben.

Außerdem wird dem in Russland geborene deutschen Staatsangehörigen vorgeworfen, in diesem Zusammenhang mehrmals Betonplatten und Steine auf die Fahrbahn von Autobahnen und Landstraßen geworfen zu haben.
Sein erster Erpresserbrief war nach einer Tat am 28. April auf der A 44 eingegangen. Bei dem nächtlichen Wurf einer Betonplatte war eine 25-jährige Autofahrerin glücklicherweise nicht verletzt worden, als die Platte in ihr Auto einschlug.

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Weitere Taten ereigneten sich in der Nacht zum 4. Mai auf der L 776 und in der Nacht zum 5. Mai auf der A 33. In beiden Fällen wurden Gegenstände auf die Fahrbahn geworfen, allerdings weder Fahrzeuge getroffen noch Menschen verletzt.

Mit einem hohen Personalaufwand fahndete die Polizei im Bereich Ostwestfalen nach dem Täter und hatte dabei besonders Straßenüberführungen als potenzielle weitere Tatorte im Fokus. Eingebunden waren dabei sowohl zivile als auch uniformierte Kräfte sowie unter anderem auch ein Polizeihubschrauber, Diensthunde und Kräfte der Bereitschaftspolizei.

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Glück im Unglück hatte eine junge Autofahrerin auf der A44 bei Geseke in ihrem Mercedez Sprinter als ein 21-Jähriger von einer Brücke einen Stein herunterwarf.
Foto: Polizei Dortmund

Die Ermittlungen führten schließlich zur Wohnanschrift des Mannes in Geseke. Dieser wurde mit Unterstützung von Spezialeinheiten am Mittwochabend, 13. Mai, festgenommen.

Bei Eintreffen der Beamten verletzte sich der 21-Jährige selbst. Er wurde sofort zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht, wurde jedoch anschließend in Polizeigewahrsam genommen. Die Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zum Motiv und den Hintergründen der Tat dauern an. Geprüft wird auch, ob der 21-Jährige für weitere Erpressungstaten in Betracht kommt.

Der Dortmunder Polizeipräsident Gregor Lange äußerte sich erleichtert: „Wir haben rund um die Uhr alle Register gezogen, um den Täter dingfest zu machen. Aufgrund der Taten mussten wir den Erpresser ernst nehmen. Daher galt es, alle gesetzlichen und technischen Ermittlungsmöglichkeiten auszuschöpfen“.

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