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NR-Land

SEK durchsucht Lager von Einbrecherbande und stellt mehrere scharfe Waffen sicher

Donnerstag, 20. Mai 2021 von NR Redaktion

Nach intensiven Ermittlungen haben Beamte am Dienstag, 18. Mai, zeitgleich an fünf Objekten im Paderborner Stadtgebiet zugegriffen und vier Männer festgenommen. Da schon vorher klar war, dass einige der Täter schwer bewaffnet sind, wurde die Zugriffe gemeinsam mit dem Sondereinsatzkommando durchgeführt. In den Wohnungen fanden sich massenweise Einbruchsbeute, Drogen und scharfe Waffen.

Die Ermittlungen kamen Im Juli 2020 ins Laufen, als Polizisten fünf mutmaßliche Fahrraddiebe im Stadtgebiet Paderborn kontrollierten und in dem Zusammenhang drei gestohlene Fahrräder sicherstellten. Gegen die Tatverdächtigen wurde wegen Diebstahls und bandenmäßiger Hehlerei ermittelt.

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Um dem offensichtlich „gewerbsmäßigen“ Handel mit gestohlenen Fahrrädern, insbesondere hochwertigen E-Bikes, aufzuklären und weitere Tatverdächtige zu ermitteln, gründete die Kreispolizeibehörde Paderborn eine Ermittlungskommission (EK) mit dem Namen „Elektro“.

Durch zum Teil verdeckte Ermittlungen gerieten weitere Tatverdächtige ins Visier. Die Staatsanwaltschaft Paderborn leitete ein umfangreiches Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts des schweren bandenmäßigen Diebstahls ein. Im Laufe der Recherchen der EK Elektro stellte sich heraus, dass es bei einigen Verdächtigen nicht nur um Fahrraddiebstähle sowie Fahrradverkäufe ging.

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Täter hatten es neben Diebstählen auch auf Verkäuft abgesehen

Den Ermittlern der Paderborner Kripo gelang es, ein weiteres Täternetzwerk zu identifizieren, das fortwährend unterschiedliche Eigentumsdelikte beging. Organisierte Hehlerei, Rauschgifthandel und der Besitz scharfer Waffen gerieten in den Fokus. In der Folge konzentrierten sich die Ermittlungen auf drei in Paderborn gemeldete Tatverdächtige, denen durch unterschiedliche polizeiliche Maßnahmen konkrete Straftaten zugeordnet werden konnten. Teilweise boten die Tatverdächtigen über einschlägige Internetportale zahlreiche Beutestücke an.

Nach einem Einbruch in ein Antiquitätengeschäft in Rietberg (Kreis Gütersloh) erfolgte bereits Ende April 2021 eine Wohnungsdurchsuchung bei einem 40-jährigen Tatverdächtigen in Paderborn-Neuenbeken. Neben Beute aus dem Einbruch in Rietberg und weiterem mutmaßlichen Diebesgut entdeckten die Fahnder 1,5 Kilogramm der synthetischen Droge Amphetamin sowie mehrere Cannabispflanzen in dessen Haus.

Drei Wochen später waren die Ermittlungen auch gegen drei weitere mutmaßliche Bandenmitglieder (38/40/44) soweit fortgeschritten, dass die Staatsanwaltschaft Durchsuchsuchungsbeschlüsse gegen sie beantragte. Trotz der polizeilichen Maßnahmen war der Neuenbekener in den drei Wochen weiter aktiv, sodass für sein Haus ebenfalls erneute Durchsuchungsmaßnahmen beantragt wurden.

Gegen ihn sowie einen mutmaßlichen Komplizen (ebenfalls 40 Jahre alt) wurden zudem Haftbefehle beantragt. Allen Anträgen folgte das Paderborner Amtsgericht und erließ die erforderlichen Beschlüsse für die folgenden polizeilichen Maßnahmen. Da sich die Hinweise erhärtet hatten, dass mindestens zwei Tatverdächtige scharfe Schusswaffen besitzen, plante die Polizei Zugriffsmaßnahmen mit Unterstützung eines Spezialeinsatzkommandos.

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Am Dienstagmorgen erfolgte zeitgleich der Zugriff in den Wohnungen und Räumlichkeiten der vier Tatverdächtigen in Paderborn und Neuenbeken sowie einer Parzelle in einer Paderborner Kleingartenanlage. Alle Tatverdächtigen konnten widerstandslos festgenommen werden.

Bei den Durchsuchungsmaßnahmen stellten die zahlreichen Einsatzkräfte massenweise mutmaßliche Beute sicher. Antiquitäten, Bilder, Fahrräder, Fahrradteile, Haushaltsgegenstände und -geräte und vieles mehr wurde mit Hilfe des Technischen Hilfswerks (THW) Paderborn zur Polizei transportiert. Einige Asservate stammen aus konkreten Taten, wie Einbrüchen in leerstehende Häuser.

Die weitere Zuordnung der sichergestellten Sachen wird wohl einige Wochen in Anspruch nehmen. Drogen, wie Marihuana und Amphetamine, verschiedenste Waffen und verbotene Munition sowie andere gefährliche Gegenstände fanden die Ermittler ebenfalls. In einer Wohnung entdeckten die Polizisten eine Maschinenpistole, in einer anderen Wohnung ein Sturmgewehr.

Beide automatischen Waffen müssen jetzt beim Landeskriminalamt begutachtet werden, um festzustellen, ob es sich um Kriegswaffen handelt und damit ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorliegt.

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Gegen die beiden 40-jährigen Bandenmitglieder wurden die vorliegenden Haftbefehle vollstreckt und richterlich verkündet. Sie kamen noch am Dienstag in Justizvollzugsanstalten. Der 44-jährige Tatverdächtige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft am Mittwoch dem Haftrichter vorgeführt. Auch gegen ihn erging ein Haftbefehl, der unter Auflagen außer Vollzug gesetzt wurde.

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