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Foto: Johannes Büttner
Sechs schwer verletzte Corona-Patienten sind in Büren gelandet.
Büren

Sechs Corona-Intensivpatienten aus Süddeutschland landen in Büren

Samstag, 4. Dezember 2021 von Johannes Büttner

Ergreifende Szenen am Donnerstag am Flughafen Paderborn-Lippstadt: Ein Spezialflugzeug der Bundeswehr brachte sechs schwer an  Corona erkrankte Menschen aus Süddeutschland zum Flughafen Paderborn-Lippstadt  von wo aus sie mit Rettungstransportfahrzeugen zur Weiterbehandlung in Krankenhäuser in NRW transportiert wurden.

Gegen 14.45 Uhr setzte gestern die A310 der Bundeswehr auf der Landebahn am Airport Paderborn-Lippstadt auf. Die 30 Jahre alte Maschine mit dem Namen Hermann Köhl ist speziell für medizinische Versorgung von Patienten ausgerüstet.

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An Bord des Fliegers, der eine knappe Stunde zuvor vom einstigen Militärflughafen in Memmingen gestartet war, sechs schwer an Corona erkrankte Patienten sowie das begleitende Flugpersonal und medizinisches Personal.  Die Maschine rollte zu der etwas abseits befindenden ehemaligen Air-Berlin Halle des Flughafens, wo ansonsten Wartungsarbeiten an Fluggeräten durchgeführt werden. In der Halle warteten bereits sechs Rettungswagen mit Kennzeichen aus Paderborn (3) Lünen (1) Herford (1) und Lippe (1).

Mittels eines speziellen Ambulanz-Lifts, dieser gehört zur Ausstattung des Flughafens und wird eingesetzt, wenn Menschen mit körperlichen Einschränkungen ein Fluggerät  benutzen oder verlassen, wurden die Patienten aus dem Flugzeug zu den Rettungswagen transportiert. In den Fahrzeugen wurden die Patienten dann für den weiteren Transport entsprechend medizinisch versorgt.

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Sichtlich ergriffen, aber auch glücklich über den Ablauf der gelungenen Hilfsaktion  zeigte sich Flughafenchef Roland Hüser. „Mein Mitgefühl gilt in erster Linie den Menschen und ich hoffe, dass sie es alle die Krankheit gut überstehen werden. Gleichzeitig bin ich auch stolz auf unser Gesundheitssystem und auf die hier geleistete Logistik. Mein Dank gilt hier dem Leiter der Flughafenfeuerwehr Roland Kempkensteffen und unsern Betriebsleiter David Scrivener“, sagte Hüser.

Die Organisation  der Maßnahme wurde in Zusammenwirken mit der zuständigen Leitstelle der Bundeswehr in Berlin durchgeführt. Dieses bezog sich aber nicht auf die weitere medizinische Versorgung in den Krankenhäusern. „In welche Krankenhäuser die Patienten gebracht werden, dass wurde uns nicht mitgeteilt, sagte Flughafen Pressesprecher Mathias Hack.

„Die heutige Ankunft der Bundeswehr-Maschine mit schwer erkrankten Corona- Patienten unterstreicht einmal mehr die Bedeutung des Flughafens Paderborn-Lippstadt für unsere Region. Gerade auch in einer außergewöhnlichen Krisensituation erweist es sich als sehr vorteilhaft, dass wir eine sehr gute Anbindung an den überregionalen und internationalen Luftverkehr haben. Wir hoffen, dass diese Verkehrsinfrastruktur dazu beiträgt, das Leben der betroffenen Patienten zu retten. Auch für den umgekehrten Fall, wenn schwer kranke Menschen aus unserer  Region verlegt werden müssen, kann unser Heimathafen sehr wertvoll sein“, sagte Hüser

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