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Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Kreis Paderborn

Sechs Fälle der hochansteckenden Eta-Variante im Kreis Paderborn

Montag, 28. Juni 2021 von NR Redaktion

Die Mutationen des Corona-Virus breiten sich rasend schnell in Deutschland aus. Nach der aus Indien stammenden Delta-Variante gibt es nun erste Fälle der Eta-Variante, die im Kreis Paderborn sechs Mal labordiagnostisch festgestellt worden.

Bei einer 89-jährigen Patienten in einem Paderborner Krankenhaus wurde diese SARS-CoV-2-Variante nachgewiesen worden. Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hat deshalb eine umfangreiche PCR-Diagnostik angeordnet. Vier weitere Personen im Krankenhaus sind heute positiv auf die Coronavirusvariante getestet worden. Bei dem fünften Fall handelt es sich um eine enge Kontaktperson.

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Die Eta-Variante ist erstmalig im Dezember 2020 in Angola nachgewiesen worden. Sie zählt zu jenen Coronavirus-Varianten, die laut Robert Koch-Institut (RKI) „unter Beobachtung stehen“. Zu dieser Kategorie werden Coronavirus-Varianten zugeordnet, „die Mutationen aufweisen, welche mit einer erhöhten Übertragbarkeit und/oder veränderter Immunantwort assoziert ist“, so das RKI.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt hatte bereits vorsorglich einen Aufnahmestopp sowie Entlassverbot auf der betroffenen Station verhängt und ein Besuchsverbot empfohlen. Die Hygienemaßnahmen sind verschärft worden, die PCR-Diagnostik geht weiter.

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Unter den positiv Getesteten befinden sich auch bereits vollständig Geimpfte. „Wir haben uns mit dem Robert Koch-Institut in Verbindung gesetzt, um mehr über die Variante zu erfahren und die erforderlichen Maßnahmen abzustimmen“, sagt der Krisenstabsleiter des Kreises Paderborn, Dr. André Brandt. Nach Auskunft des RKI sind deutschlandweit bislang rund 700 Fälle der Eta-Variante nachgewiesen worden. Infektionen nach Impfungen seien nicht ungewöhnlich, so das RKI.

Grundsätzlich ist es möglich, sich auch nach einer Impfung zu infizieren. Hierbei spielt auch immer der Zeitpunkt der Infektion eine wichtige Rolle. Aber alle Impfstoffe haben eine gute Wirksamkeit. Das bedeutet, dass ein vollständig Geimpfter mit hoher Wahrscheinlichkeit bei Kontakt mit dem Erreger nicht erkrankt. Die Wirksamkeit der Impfstoffe und ihre Wirkung gegen Virusvarianten werden zudem kontinuierlich überprüft.

Das Paderborner Kreisgesundheitsamt ist weiterbemüht, in enger Abstimmung mit dem RKI den Weg des Erregers nachzuzeichnen und hat weitere Testungen angeordnet. Derzeit liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, auf welchem Wege sich die 89-Jährige infiziert haben könnte.

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