arrow_back
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
Bad Wünnenberg

Schwerer Autobahnunfall fordert vier Tote: Autobahn stundenlang gesperrt

Samstag, 12. September 2020 von NR Redaktion

Ein unfallbedingter Rückstau auf der A44 sorgte am Freitagnachmittag zu einem schweren Unfall zu dem Feuerwehr, Rettungswagen und Polizei mit einem Großaufgebot anrückten. Vier Menschen wurden in einem Kleinbus zerquetscht. Die Identifizierung der Toten ist schwierig.

Das Unglück ereignete sich gegen 12.50 Uhr zwischen der Anschlussstelle Lichtenau und dem Autobahnkreuz Bad Wünnenberg-Haaren in Fahrtrichtung Dortmund auf der Talbrücke „Apfelbaumgrund“. Beteiligt waren hier drei LKW und drei PKW.

Anzeige

Ein rumänischer LKW war ungebremst auf einen Transporter mit Anhänger aufgefahren und hatte diesen unter den vorausfahrenden LKW geschoben. Dabei waren die fünf rumänischen Insassen des Transporters und der Fahrer des auffahrenden LKW in ihren Fahrzeugen massiv eingeklemmt worden.

Bei vier Insassen des Transporters konnte nur noch der Tod festgestellt werden. Eine Person im Transporter und der Fahrer des auffahrenden LKW konnten in Zusammenarbeit von Feuerwehr und Rettungsdienst schwerverletzt mit hydraulischem Rettungsgerät aus den Fahrzeugen befreit werden. 

Dabei wurde zunächst der auffahrende LKW mit einer Seilwinde zurückgezogen und im Anschluss zeitweise drei hydraulische Rettungssätze zur Menschenrettung gleichzeitig eingesetzt.

Zehn weitere Personen wurden leicht verletzt bzw waren vom Unfall betroffen. Aufgrund der Anzahl der betroffenen Personen löste die Leitstelle das Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten 10“ aus.
Die Verletzten wurden notärztlich erstversorgt und ins Krankenhaustransportiert. Dabei kamen auch zwei Rettungshubschrauber zum Einsatz.

Vor Ort waren etwa 70 Einsatzkräfte der Feuerwehr der Stadt Bad Wünnenberg und der Feuerwehr Marsberg unter der Leitung von Marcus Siekaup, etwa 25 Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, darunter mehrere Notärzte und der Leitende Notarzt und der Organisatorische Leiter Rettungsdienst, drei Notfallseelsorger sowie Kräfte der Autobahnpolizei.

Am Nachmittag gegen 15 Uhr begann die Polizei den Stau aufzulösen, in dem die Autos entgegen der Fahrtrichtung von der Autobahn heruntergeführt wurden. Die Autobahn blieb noch bis 1 Uhr nachts voll gesperrt.

Behindert wurde der Einsatz durch Gaffer auf der Gegenfahrbahn, die durch langsames Vorbeifahren an der Einsatzstelle den Verkehr aufhielten und zusätzlich ein weiteres Unfallrisiko schafften.

AGB Impressum Datenschutz Kontakt
close
In die Zwischenablage Instagram Whatsapp E-Mail