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Foto: Rudolf Simon / Wikipedia (CC BY-SA 3.0) - Symbolfoto
Umland (Raum Paderborn)

Schwarzarbeit auf Paderborner Höffner-Baustelle

Mittwoch, 11. Dezember 2019 von Franz Purucker

Zollbeamte der Finanzkontrolle Schwarzarbeit führten am Dienstag (10. Dezember) eine Kontrolle auf der Baustelle des neuen Höffner-Einrichtungshauses (ehemaliger Finke-Standort) in Paderborn durch und mussten gleich mehrere Verstöße ahnden.

32 Einsatzkräfte von Zoll und Paderborn wollten in erster Linie überprüfen, ob die angetroffenen Arbeitnehmer ordnungsgemäß zur Sozialversicherung angemeldet worden sind, der Mindestlohn gezahlt wird und ob ausländische Arbeitnehmer die entsprechenden Aufenthalts- bzw. Arbeitsgenehmigungen vorweisen konnten.

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Die Betroffenen reagierten gelassen, sodass die Kontrolle in geordneten Bahnen verlaufen konnte. 15 mit Armierungsarbeiten beschäftigte Arbeiter wollten sich mit kroatischen und slowenischen Pässen ausweisen. Nach eingehender Prüfung stellten sich sämtliche Pässe als Fälschungen heraus. Tatsächlich kamen die Stahlflechter aus Serbien und waren der deutschen Sprache nicht mächtig. Unter Hinzuziehung von Dolmetschern wurden sie vernommen und erkennungsdienstlich behandelt.

Die weitere Entscheidung über den Verbleib der Männer trifft das Ausländeramt. Die Zahlung von Geldauflagen und Ausweisungen sind zu erwarten. „Die Ermittlungen gegen die Arbeitgeber und gegebenenfalls beauftragte Subunternehmer laufen auf Hochtouren“, erklärt Kirsten Schüler, Pressesprecherin des Hauptzollamts Bielefeld.

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Ermittelt wird wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt, Nichtabführung von Sozialversicherungsbeiträgen und Schwarzarbeit in größerem Umfang. Die potenziellen Arbeitgeber haben mit empfindlichen Strafen zu rechnen.

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