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Unfallfoto der Polizei Paderborn
Foto: Polizei Paderborn
In diesem völlig demolierten Bus saßen zum Unfallzeitpunkt mehr als 30 Menschen, darunter 20 Kinder.
Umland (Raum Paderborn)

Schulbusfahrer nach Unfall unter Drogen verurteilt

Samstag, 11. Januar 2020 von Franz Purucker

Es war eines der schwersten Unglücke für Feuerwehr und Rettungsdienst in der Region im vergangenen Jahr. Ein Bus mit 30 Fahrgästen an Bord kommt in Lichtenau-Grundsteinheim von der Fahrbahn ab und stößt vor einen Baum. Später kommt heraus: Der Busfahrer stand unter Drogen. Nun das Urteil.

Der Linienbus mit vielen Kindern auf dem Weg zur Schule war von einer Landstraße abgekommen, hatte einen Baum entwurzelt und war erst in einem Graben zum Stehen gekommen. 23 Verletzte forderte das Unglück – die meisten davon Kinder, die wegen Gehirnerschütterungen, Prellungen sowie Platz- und Schnittwunden behandelt werden mussten. Ein zehn Jahre altes Mädchen wurde schwer Verletzt. Eine 50-jährige Frau wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

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Zunächst war ein technischer Defekt am Bus vermutet wurden, später stellte sich aber heraus, dass der Fahrer wegen Drogenkonsums nicht fahrtüchtig war.

Den Dogenkonsum gab der 44-jährige Busfahrer nun auch bei einem Prozess am Amtsgericht Paderborn zu, auch wenn ihm nicht bewusst gewesen sein soll, dass er keinen Bus mehr fahren hätte fahren können.

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Das Gericht verurteilte den Mann nun wegen fahrlässiger Körperverletzung und vorsätzlicher Gefährdung des Straßenverkehrs zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, die jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde.

Seinen Führerschein hatte der Mann mit dem Unfall verloren. Zusätzlich muss er eine Suchtberatung aufsuchen und 2.000 Euro an einen Anti-Drogen-Verein zahlen.

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