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Foto: St. Sebastianus Schützenbruderschaft
Drei Männer mit Meisen: Heinz Josef Dieregsweiler, Werner Benkel und Heinz „Heiken“ Schuster haben Nistkästen gebaut und an mehreren Bäumen auf dem Schützenplatz angebracht.
Geseke

Schützen hätten gerne eine Meise – oder auch viele

Samstag, 6. März 2021 von Heike Tebbe

Bei der altehrwürdigen Schützenbruderschaft St. Sebastianus piept’s. Zumindest hoffen die Schützen, dass sie bald eine Meise haben, und wenn’s geht sogar noch ein paar mehr. Spaß beiseite, denn das Ganze hat einen ernsten Hintergrund. 

Auf dem Schützenplatz sind jetzt Nistkästen installiert worden, in die, so wünschen es sich die Geseker Schützen, schon bald gefiederte Bewohner einziehen werden. Die wiederum sollen sich auf dem Schützenplatz nützlich machen, denn der berüchtigte Eichenprozessionsspinner befällt immer mehr Bäume. Und dessen Raupen verursachen mit ihren Brennhaaren allergische Reaktionen beim Menschen. 

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„Das geht gar nicht“, so Hans-Peter Busch, Presserefernt des Diözesanverbandes Paderborn im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften und Ehrenhauptmann der Sebastianer. Schließlich müssten für das Schützenfest – wenn es denn mal wieder gefeiert werden kann –  unzählige Meter Girlanden gebunden und nicht zuletzt frisches Eichenlaub für die bis zu eintausend Zylinder bereit gestellt werden. 

Hier kommen jetzt die Meisen ins Spiel. Denn die sind natürliche Feinde des Eichenprozessionsspinners und sollen der unscheinbaren Raupe den Garaus machen. Was lag also näher, als den Vögeln bei der Suche nach einer Behausung behilflich zu sein? 

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Heinz Schuster, Heinz Josef Dieregsweiler und Werner Benkel ließen sich nicht lange bitten und gingen unter die Vogelhäuslebauer. Dazu haben sie sich nicht nur Rat vom Naturschutzbund Deutschland (NABU) eingeholt, sondern auch ihrer Phantasie freien Lauf gelassen: Neben einer Reihe „normaler“ Nistkästen versuchten sich die kreativen Schützen-Veteranen auch am Bau eines Nistkastens in Form eines Schützen-Zylinders. 

Mithilfe eines 3-D-Druckers entstand ein erster Prototyp des Nistkasten-Modells „Schützenzylinder“ – aufgrund der Bauzeit und der Kosten allerdings leider noch nicht tauglich für die Massenproduktion. Aber die Drei wären keine richtigen Schützenbrüder, wenn sie nicht weiter an ihrer Idee tüfteln würden.

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