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Viele Frauen sind von Gewalt in der Ehe betroffen und retten sich ins Frauenhauis
Foto: sokaeiko / pixelio.de
Thema der Woche

Wenn Frauen vor Gewalt fliehen müssen

Sonntag, 3. Dezember 2017 von Franz Purucker

Das Salzkottener Frauenhaus, welches Frauen aus der ganzen Region aufnimmt, steht vor einem größeren Problem

Mitten in der Nacht zieht Erika S. ins Frauenhaus in Salzkottenein – das einzige im NR-Land. Sie ist auf der Flucht – weg von Gewalt in ihrem eigenen Zuhause durch ihren Partner, der nichts von ihrem Umzug ins Frauenhaus weiß. Sie hat einen günstigen Moment genutzt, um ihre Sachen zu packen und ihren gewalttätigen Partner zu verlassen.

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Situationen wie diese erlebt Cornelia Schmiegel immer wieder. Sie ist Leiterin des Frauenhauses in Salzkotten und über jede Frau froh, die sie vor Gewalt schützen kann.

Das Problem: Die Einrichtung besteht aus „nur“ neun Zimmern. Erika reist an diesem Abend nicht allein an. Dabei hat sie ihre Kinder – wie rund die Hälfte aller Frauen, die das Frauenhaus in Salzkotten aufsuchen.

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Auch sie bekommen einen Platz im Frauenhaus und belegen dadurch einen weiteren Raum.

„Wir müssen viel häufiger Frauen ablehnen“

Cornelia Schmiegel vom Frauenhaus Salzkotten

Bis Frauen wie Erika das Frauenhaus aufsuchen, ist oft viel Zeit vergangenen. „Viele stehen enorm unter Druck“, berichtet Schmiegel. So drohen Männer ihnen die Kinder wegzunehmen oder gar nahen Familienangehörigen etwas anzutun. „Die Täter üben oft auf ganz unterschiedliche Art Druck auf ihre Opfer aus.“

Erschwerend kommt hinzu, dass einige Frauen finanziell und emotional von ihrem Partner abhängig sind. Wie die meisten Frauenhäuser in Deutschland hat auch das in Salzkotten Kapazitätsprobleme. „Wir müssen viel häufiger ablehnen“, sagt Cornelia Schmiegel.

Warum das so ist und vor welchen Problemen die Einrichtung steht, erfahren Sie auf der zweiten Seite.

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