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Symbolfoto zu Wirtschaftshilfen für Unternehmen
Foto: Pixabay (Symbolfoto)
NR-Land

Regierung beschließt Hilfen: So soll die Wirtschaft wieder ans Laufen kommen

Montag, 23. März 2020 von Franz Purucker

Die Bundeskabinett hat umfangreiche Hilfen für Unternehmen und Privatpersonen beschlossen, die durch die Corona-Krise finanzielle Verluste erlitten haben oder erleiden werden. Einige Gelder sind ab sofort abrufbar.

Insgesamt plant die Regierung mit 156,3 Milliarden Euro neuen Schulden, um die Maßnahmen zu finanzieren. Notfalls soll der Bundestag die Schuldenbremse außer Kraft setzen.

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Kfw gibt Notkredite

Alle Unternehmen haben ab sofort die Möglichkeit über ihre Hausbank Notkredite über die Kreditanstalt für Wiederaufbau (Kfw) zu beantragen, die mit bis zu 90 Prozent für den Kredit bürgt. Die Kreditprogramme sehen je Unternehmensgruppe bis zu einer Milliarde Euro Volumen vor. Die Darlehnen sollen zum Teil ohne eigene Risikoprüfung der Kfw ausgegeben werden und so in wenigen Tagen zur Verfügung stehen.

Direkthilfe für Selbstständige

Der Bund plant bis zu 50 Milliarden Euro direkte Soforthilfe für Selbstständige und Kleinstfirmen mit vermutlich bis zu zehn Mitarbeitern. Davon sollen Musiker, Fotografen oder freie Journalisten profitieren. Für drei Monate sollen zwischen 9.000 Euro (bis fünf Mitarbeiter) und 15.000 Euro (zehn Mitarbeiter) ausgezahlt werden. Die Anträge bearbeitet das Bundeswirtschaftsministerium.

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Einfacherer Zugang zum Kinderzuschlag

Familien, die durch Corona in finanzielle Notlage geraten, sollen einfacher Kinderzuschlag oder Hartz IV beantragen können. Dafür wird die Vermögensprüfung ausgesetzt und kein Nachweis über die Wohnungsmiete mehr verlangt.  

Wie schnell kommen die Hilfen?

Schon am Mittwoch geht das Gesetzespaket durch den Bundestag und am Freitag in den Bundesrat. Die Hilfen könnten also sehr schnell auf den Weg gebracht werden.

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