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Foto: WLV Paderborn
NR-Land

Raps im Herbst? Oder was blüht da am Straßenrand?

Samstag, 14. Dezember 2019 von Franz Purucker

Was blüht denn da auf den Feldern? Ist das Raps? Aber der blüht doch im Frühjahr. „Richtig, Raps ist es nicht, es sind verschiedene Zwischenfrüchte wie der gelb blühende Senf“, erklärt der Vorsitzende des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes Paderborn Hubertus Beringmeier und erklärt, warum die Frucht aktuell auf dem Acker steht.

Wird das Getreide im Sommer geerntet und soll die nächste Frucht – wie Mais, Kartoffeln oder Rüben – erst im nächsten Frühjahr auf dem Feld bestellt werden, säen die Landwirte häufig Zwischenfrüchte aus. 

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Zwischenfrüchte speichern Nährstoffe

Diese werden aus zwei Gründen angebaut: „Wir nutzen den Aufwuchs als Futter oder wir tun dem Boden, der Natur und den Hauptfrüchten einfach nur etwas Gutes damit“, erklärt Beringmeier. „Die meisten Zwischenfrüchte nutzen wir Landwirte nicht, sondern arbeiten sie im Frühjahr in den Boden ein.“ Dies seien die Zwischenfrüchte, die jetzt blühen. 

So sehen die Früchte aus der Nähe aus.

Soll der Aufwuchs als Rinderfutter oder für Biogasanlagen verwendet werden, setzen die Landwirte in der Regel auf Gras oder Grünroggen.

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„Mit Zwischenfrüchten wollen wir Bauern Nährstoffe speichern und vor dem Auswaschen schützten“, erläutert Beringmeier. Zudem werde damit das Bodenleben und der Humusaufbau gefördert und der Boden im Winter vor Erosion geschützt. 

Ist die Hauptfrucht im Sommer abgeerntet, befinden sich noch restliche Nährstoffe im Boden. Im Laufe des Herbstes und Winters könnten diese vom Regen in tiefere Schichten geschwemmt werden. Damit sind sie einerseits für die nächsten Pflanzen nicht mehr verfügbar und andererseits können diese Nährstoffe auch ins Grundwasser oder in Bäche gelangen. 

Hubertus Beringmeier ist Vorsitzender des Landwirtschaftliche Kreisverbandes Paderborn.

„Zwischenfrüchte nehmen die Nährstoffe im Herbst auf und speichern sie in ihren Pflanzenteilen“, so der Vorsitzende. Im nächsten Jahr, wenn die Pflanzen im Boden eingearbeitet sind und die Bodenlebewesen sie zersetzen, geben sie die Nährstoffe wieder frei. So kann die nächste Frucht sie wieder nutzen.

Weitere Gründe für den Anbau: Der „Grünteppich“ ist auch  für wild lebende Tiere ein Gewinn. Die Flächen bieten im Herbst Schutz und Nahrung für Wildtiere.

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