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Ein Rettungswagen im Einsatz
Foto: Shutterstock (Symbolfoto)
Salzkotten

Protestaktion des Salzkottener Krankenhauses wirkt: Kritisierte Notfallzentren gestrichen

Sonntag, 6. Dezember 2020 von NR Redaktion

Ein im Bundestag diskutierter Gesetzentwurf sah vor, dass ambulante Notfall-Patienten nicht mehr an jedem Akutkrankenhaus versorgt werden können, sondern ausschließlich in ausgewiesenen Integrierte Notfallzentren (INZ). Andere Kliniken sollten bestraft werden. Dagegen machte sich die Gesellschaft, die auch das Salzkottener St. Josefs Krankenhaus betreibt, mobil – mit Erfolg.

Denn: Die INZ sind im aktuellen Gesetzentwurf nicht mehr enthalten.  „Diese Entscheidung wäre für die Krankenhäuser untragbar. Schließlich decken die Krankenhäuser seit vielen Jahren den Großteil der Notfallversorgung ab – zu jeder Tages- und Nachtzeit“, erklärt Siegfried Rörig, Regionalleiter und kaufmännischer Direktor des Brüderkrankenhauses St. Josef.

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Für die Krankenhäuser ebenfalls problematisch: Schon in den Räumlichkeiten der Kliniken, sollten diese nach Maßgabe und unter medizinischer Leitung durch die kassenärztliche Vereinigung (KV) geführt werden. „Die wirtschaftliche Verantwortung sollten die Krankenhäuser übernehmen, über die Vergütung entscheidet aber die KV – das kann nicht sinnvoll sein“, betont Dr. Josef Düllings.

Das Krankenhaus hatte mit der „Aktion pro Patient“ 1.300 Unterschriften gesammelt und zuletzt Rückdeckung vom CDU-Bundestagsabgeordneten Carsten Linnemann erhalten, der selbst im Bundestag aktiv wurde.

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